Post aus der bayerischen Staatskanzlei bekommt auch eine Kongregationsleiterin nicht jeden Tag. Die Generaloberin der Franzikusschwestern Vierzehnheiligen , Schwester Regina Pröls, bekommt nämlich im Rahmen einer Feierstunde in der Münchner Residenz den bayerischen Verdienstorden verliehen.

Schnell war der Generaloberin allerdings klar: So einen Orden annehmen kann ich nur stellvertretend für alle Schwestern und alle Mitarbeitenden. Und so kam es dann, dass Schwester Regina kürzlich nach München fuhr, um vom bayerischen Ministerpräsident en Markus Söder den Orden entgegenzunehmen. An die 49 Personen gerichtet, die als „besondere Vorbilder mit herausragenden Leistungen“ geehrt wurden, sagte der Ministerpräsident: „Mit der Verleihung des bayerischen Verdienstordens sind Sie in einer großartigen Gemeinschaft. Sie haben eine Menge geleistet, eine Menge vorangebracht und getan. Und deshalb werden Sie mit dem höchsten bayerischen Orden , neben dem Maximiliansorden, ausgezeichnet. Das Rückgrat des Landes sind so unglaublich viele Persönlichkeiten, die sich in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft engagieren. Das ist das, was dieses Land so besonders macht.“ Der bayerische Verdienstorden wurde an 49 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft für „hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk“ verliehen.

1986 die Profess abgelegt

Schwester Regina Pröls wurde am 8. Juli 1962 in Frensdorf geboren und wuchs in Herrnsdorf auf. 1984 trat sie in den Orden ein und ihre Profess legte sie 1986 ab. Von 1986 bis 2000 war sie als leitende Medizinisch-Technische-Assistentin am Waldkrankenhaus in Erlangen tätig. Im Anschluss daran verstärkte die heute 59-Jährige von Januar 2001 bis April 2009 das Team „Berufe der Kirche “ im Erzbistum Bamberg.

Schwester Regina ist seit 2012 Generaloberin der Kongregation der Sankt Franziskusschwestern, die ihr Mutterhaus im Vierzehnheiligen haben. Die Ordensfrauen engagieren sich dort stark in der Flüchtlingshilfe, ganz besonders kümmert man sich um Familien mit Kindern , die im Kloster leben und lernen. Seit 2018 ist Schwester Regina Mitglied im Vorstand der Deutschen Ordensobernkonferenz.

Auch Erzbischof Ludwig Schick gratulierte der Generaloberin. In diesem Amt wirke sie seit über neun Jahren zum Wohl der Franziskusschwestern und der Kongregation, der Kirche und der Gesellschaft im franziskanischen Geist der Demut und Bescheidenheit, sagte Schick. Nach einem Gottesdienst in der Basilika verlieh er ihr die Verdienstmedaille des Erzbistums Bamberg. Schick würdigte die Verdienste der Ordensfrau . red