Mit einem Festgottesdienst hat Erzbischof Ludwig Schick das 100. Jubiläum der Kongregation der St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen gefeiert. Dabei erinnerte er am Sonntag an den Brief des heiligen Franziskus an die Gläubigen in der ganzen Welt vor 800 Jahren, in dem er dazu aufforderte, die Liebe zu Jesus Christus und zu allen Menschen zu erneuern. Papst Franziskus habe diesen Gedanken und Wunsch mit seiner Enzyklika „ Fratelli tutti “ aufgegriffen.

„Beide wollen die Liebe zu Jesus Christus und die Geschwisterlichkeit untereinander erneuern. Die franziskanische Familie hat den Auftrag, diesen Geist zu erneuern und auszubreiten“, so Schick.

„Die Liebe zu Jesus und die Geschwisterlichkeit untereinander weltweit sind die Heilmittel, um aus den Krisen unserer Zeit herauszufinden und in eine neue Zukunft hineinzugehen, in der mehr und mehr das Reich Gottes verwirklicht wird, das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freude für alle Menschen“, fügte Schick hinzu.

Mit Verweis auf das Tagesevangelium rief der Erzbischof dazu auf, den Größenwahn und die Überheblichkeit abzulegen, um Kinder Gottes zu werden. Die Aufforderung Jesu , wie Kinder zu werden, dürfe nicht missverstanden werden, wie dies im Lauf der Geschichte öfter geschehen sei: „Die Oberen hielten die Untergebenen klein, um selbst groß dazustehen und herrschen zu können.“

Der Erzbischof betonte: „Wenn wir Kinder am Beispiel und in der Nachfolge Jesu Christi werden, dann sind wir große Gotteskinder, die fähig sind, als erwachsene und gleichberechtigte Geschwister miteinander zu leben.“

Wenn sich dieser Geist des heiligen Franziskus ausbreite, würden sich auch wieder mehr Menschen für die verschiedenen Ordensgemeinschaften der franziskanischen Gemeinschaft engagieren. red