Die Pressemitteilung von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in Sachen Mobilfunk kam etwas überraschend. 14 Kommunen aus Oberfranken erhielten eine Förderzusage, darunter auch Bad Staffelstein .

„Der Vorbescheid nennt eine maximale Zuschusssumme von bis zu 500 000 Euro“, erläutert der Geschäftsleitende Beamte der Stadt, Wolfgang Hörath. Er ist zuständig für alle Fragen rund um Mobilfunkausbau und -versorgung. Die Stadt sei seit ihrer Interessensbekundung im Dezember 2018 mit dem Thema befasst und im Förderverfahren, so Hörath weiter, „das Ziel ist natürlich die Beseitigung der Versorgungslücken“.

Und es besteht in der Tat Handlungsbedarf. Während die Kernstadt bereits gut aufgestellt ist, gibt es „auf dem Land“ noch einiges zu erledigen: Man kann es als Defizit im Mobilfunkbereich beschreiben, weißer Fleck auf der Landkarte, Funkloch oder Niemandsland. Oder auch als „förderfähige Versorgungslücken“. Die seien – so Hörath – laut Vorgabe des Wirtschaftsministeriums, „Teile des Banzgaus und Teile des Lautergrundes“.

Doch sollen jetzt etwa überall neue Masten gebaut werden? Das hänge von unterschiedlichen Faktoren ab, antwortet Hörath. Wenn keine Bestandsgebäude infrage kämen, müssten Standorte für Masten in Abstimmung mit den Netzbetreibern und natürlich unter Einbeziehung der Bevölkerung gesucht werden. Dass die Maßnahmen dem Image der Kurstadt schaden könnten oder gar abschrecken, glaubt Hörath nicht. „Die Beseitigung der Unterversorgung, gerade auch in Notsituationen , steht im Vordergrund“, fügt er an.