„Die Kinder sind unheimlich dankbar und diszipliniert“, sagt Beate Offermanns. Sie ist Lehrerin am Meranier-Gymnasium und war mit zwei der 5. Klassen zum gegenseitigen Kennenlernen im Schullandheim in Wunsiedel. Corona und Distanzunterricht haben ihre Spuren hinterlassen – und endlich können Aktionen in der Gemeinschaft wieder stattfinden. Tutoren aus höheren Klassen begleiteten die Neuankömmlinge ins Schullandheim. „Wir merken, wie wichtig das gemeinsame Tun auch über Jahrgangsstufen hinweg ist“, sagt Offermanns.

Der Verein der Freunde und Förderer des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels übernimmt bei solchen Fahrten die Kosten für die Tutoren. „Das Engagement ist großartig. Die Jüngeren wie auch die Älteren profitieren davon“, freut sich der Vorsitzende Tim Birkner. Das stehe in keinem Lehrplan „und die Lehrerinnen und Lehrer am Meranier-Gymnasium tun es trotzdem. Das wollen wir unterstützen“, so Birkner.

Von der Schach-AG bis zu den Schulsanitätern, von der Big Band bis zu Autorenlesungen sind in diesem Schuljahr viele Aktivitäten geplant. Der Förderverein will rund 30 Fahrten, Ausflüge oder Aktionen unterstützen. „Auch während der Pandemie konnten wir Projekte unterstützen, die zu Hause oder online stattfanden. Doch endlich wieder in der Gemeinschaft der Schule oder der Klasse unterwegs zu sein, wird von allen herbeigesehnt“, sagt Birkner. „Wer sich Aktivitäten locker leisten kann, darf sich überlegen, ob er Mitglied im Förderverein wird. Dann bleibt es anderen Familien erspart, sich Gedanken darüber machen zu müssen, wo sie das Geld für einen Theaterbesuch mit der Klasse herbekommen“, erklärt Birkner das Prinzip des Vereins. Das gelte seit über 60 Jahren und werde derzeit von über 300 Mitgliedern getragen. red