Knapp 40 Mitchristen hatten sich am vergangenen Sonntag in der Marktgraitzer Pfarrkirche „Zur heiligsten Dreifaltigkeit“ eingefunden, um ihre Jubelkommunion zu feiern. Vor 25, 50, 60 und 70 Jahren waren die Jubelkommunikanten zum erstmals an den Tisch des Herrn getreten. Da im vergangenen Jahr wegen der Pandemie keine Feier abgehalten werden konnte, hatten sich einige, die dabei gewesen wären, entschlossen, in diesem Jahr mitzufeiern. Sicherlich wäre ein Einzug ins „Gratzer Gotteshaus“ mit Blasmusik noch fulminanter gewesen, dennoch wurde es ein sehr anmutiger Dankgottesdienst, den Dekan und Pfarrer Lars Rebhan zelebrierte und die Familie Geßlein mit Gesang und Orgelbegleitung festlich ausgestaltete. Rebhan bezeichnete diese Feier als eine schöne Begegnung und Wiedersehen miteinander und mit Jesus Christus . Wie bei der Taufe , der ersten heiligen Kommunion und der Firmung stand das Taufversprechen der Jubilare zu Beginn des Gottesdienstes im Mittelpunkt. Als Lektoren zu Lesung und Fürbitten fungierten die Jubilare selbst. Für die bereits Verstorbenen wurde eine Kerze entzündet.

In seiner Ansprache brachte Pfarrer Lars Rebhan zum Ausdruck, dass Gott die Jubelkommunikanten all die vergangenen Jahre begleitet habe. Dass alle wiedergekommen seien, zeige, dass der verbindende Glaube Gottes in der Gemeinschaft durch das Leben getragen habe und weiter trage. Auch die schwierige Zeit zeige, wie wertvoll das Leben ist. Jeder Tag sei ein Geschenk Gottes. Es sei nötig, mit Veränderungen gerade jetzt im Vertrauen auf Gott zurechtzukommen.

Da größere Zusammenkünfte nicht möglich waren, traf man sich nach den Erinnerungsfotos zu einem Plausch mit Maske und Sicherheitsabstand im Kirchenbereich. Roland Dietz