Ein mehr als beliebtes Ausflugsziel zu fast jeder Jahreszeit ist der Waldklettergarten oberhalb von Kloster Banz . Jährlich besuchen rund 40 000 Gäste diese Anlage, die neben den verschiedenen Trails am Boden und in den Lüften auch die Waldschänke mit Innen- und Außengastronomie einschließt.

Neben Familien, die den Klettergarten besuchen, sind gerade auch Teamtrainings und Teamevents wichtige wirtschaftliche Grundlagen des Waldklettergartens. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind diese Gruppenbesuche aber vollkommen weggefallen. Das hat zu einem Besucherrückgang um rund ein Drittel der Gesamtjahresgästezahl geführt. "Wir waren im vergangenen Jahr mehr als froh, dass wir im Bereich der Einzelgäste keinen Rückgang verzeichnen mussten", sagt Geschäftsführer Martin Lüders. Und er ergänzt: "Man konnte deutlich spüren, dass Freizeitaktivitäten unter freiem Himmel wie eine Art Energiequelle in der immer noch vorherrschenden Situation wirkten." Lüders hofft für die beginnende Frühjahrs- und Sommersaison, dass die Besucherzahlen stabil bleiben oder sich aufgrund der immer noch zahlreichen Schließungen vieler Einrichtungen ein wenig erhöhen.

Das Team des Klettergartens habe sich mit allen Ressourcen auf die Öffnung an Ostern vorbereitet und sei in enger Abstimmung mit den Behörden vor Ort. Neben dem Beachten aller notwendigen Auflagen umfassen die Saisonvorbereitungen des Waldklettergartens aber eine ganze Reihe an wichtigen Aufgaben und Kontrollen, damit die Menschen ein echtes Höhenerlebnis im Einklang mit der Natur genießen können.

Geräte wurden genau überprüft

In den vergangenen Tagen und Wochen sei die Kontrolle des Baumbestandes von großer Wichtigkeit für das Klettergartenteam gewesen, fährt er fort. Denn jährlich werde jedes noch so kleine Element vom Karabiner über die Befestigungsseile bis hin zur kleinsten Schraube vom Tüv geprüft. Auch die Baumpflege und die Fällung kranker Bäume sei ein großer Faktor bei den Vorbereitungen. Martin Lüders: "Hierbei kommt uns in diesem Jahr die wirklich gute und konstante Pflege des Areals in den letzten Jahren zugute, so dass die Arbeiten heuer diesbezüglich sehr übersichtlich waren."

Für die Tüv-Abnahme mussten jedoch größere Bauarbeiten ausgeführt werden, wie es in regelmäßigen Jahresabständen immer wieder der Fall sei. So wurden im bodennahen gelben Parcours Stempel vollumfänglich ausgetauscht, um die Standfestigkeit der Geräte zu gewährleisten, sagt Lüders. Zudem wurde das Ankunftspodest des beliebten Flying Fox erneuert, und mehrere Rampen wurden getauscht. Und fast nebenbei erneuerten die Mitarbeiter mehr als 500 Meter Zaun, der das Areal eingrenzt. "Wir führen all diese Arbeiten weitestgehend mit unserem eigenen Team durch und nutzen nur punktuell die Unterstützung externer Firmen", sagt Lüders. Gerade in der aktuellen Situation sei dies der wirtschaftlichen Situation wie auch dem internen Teambuilding mehr als dienlich.

Neben all den Bäumen, Rampen und Seilen sei natürlich auch ein gut ausgebildetes Team unverzichtbar. Martin Lüders ist deshalb froh darüber, dass er für die kommende Saison acht neue Mitarbeiter gewinnen konnte. Damit diese mit fundiertem Wissen den Besuchern zur Seite stehen können, fand kürzlich eine Kletterausbildung statt. Hierbei wurde vom richtigen Sichern über die Erste Hilfe bis hin zur Gästemotivation alles geschult, was ein Klettertrainer braucht.

"Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir in Abstimmung mit den Behörden vor Ort alle notwendigen Maßnahmen treffen konnten, um eine tägliche Öffnung in den Osterferien von 10 bis 18 Uhr realisieren zu können", sagt der Geschäftsführer. Danach soll Besuchern jeweils von Donnerstag bis Sonntag die Möglichkeit gegeben werden, ihre Freizeit im Klettergarten zu verbringen. Natürlich gehe das nur dann, wenn die aktuellen Infektionszahlen das zulassen.

Für Wanderer, so Lüders, werde die Waldschänke ein To-go-Angebot bereithalten. Nähere Infos erhält man vor Ort, auf der Homepage des Waldklettergartens und auf der Facebookseite. pr