Die Erwachsenen-Schulweghelfer hatten es mehr als verdient, das 40-jährige Bestehen der Organisation mit einem Festakt in der Stadthalle zu feiern: Seit ihrer Gründung 1981 wurde im Landkreis Lichtenfels kein Kind auf dem Schulweg schwerer verletzt, keines kam ums Leben.

Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Lichtenfels, Alfons Hrubesch, erinnerte daran, dass noch unter Vorsitz des damaligen Landrates Helmut Walther am 15. Juni 1981 beschlossen worden sei, einen Erwachsenen-Schulwegdienst einzurichten, nachdem im Schuljahr 1980/1981 im Landkreis 34 Schulkinder verletzt und zwei getötet worden wären. Von diesen „Engeln des Schulwegdienstes“ seien heute noch Christel Jahn, Renate Bender, Angelika Oppel, Rosemarie Schramm und Renate Hofmann dabei. Von den anfangs neun Schulweghelfern sei deren Zahl bis heute auf 948 angewachsen. „Sie haben in den zurückliegenden 40 Jahren Unglaubliches geleistet“, lobte Hrubesch. „In mehr als einer halben Million ehrenamtlicher Stunden haben sie viel Leid verhindert und einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit der Schulkinder geleistet. Sie alle hätten das Bundesverdienstkreuz verdient.“

Landrat Christian Meißner würdigte Alfons Hrubesch als einen „unermüdlichen Motor“. Meißner: „Schulweghelfer sind besser als Sicherheitsanlagen im Auto.“

Peter Starnecker, Präsident der Landesverkehrswacht, erklärte, die an den Schulwegen geleistete Arbeit sei nicht hoch genug einzuschätzen.

Alfons Hrubesch zeichnete die dienstältesten Gruppenleiter aus. Hanne Vetter bekleidet dieses Amt seit 39 Jahren in Burgkunstadt, Monika Vonbrunn aus Schammendorf seit 37 Jahren. Seit 36 Jahren als Gruppenleiterin dabei ist Liane May aus Michelau, die auch die Organisation in Lettenreuth und Neuensee innehat. 32 Jahre organisiert Monika Bauer in Redwitz die Schulweghelfer. Hedwig Träger aus Lichtenfels, die 20 Jahre dabei ist, organisiert in der Kronacher Straße und der Wendenstraße zwei Straßenübergänge für die Kinder . Was alle eint, ist die Tatsache, dass sie sofort selbst einspringen, wenn ein Schulweghelfer kurzfristig ausfällt.

Für besondere Verdienste um die Schulweghelfer erhielten Diana Nützel (Lichtenfels), Yvonne Novotny ( Schney ), Simone Niechziol (Marktgraitz) und Andreas Stephan (Weismain) einen Blumenstrauß .

Der Lichtenfelser Polizeichef Erich Günter sagte, dass alles ohne Alfons Hrubesch nicht möglich gewesen wäre: „Er hat ein großes Netzwerk aufgebaut, um die Schwächsten im Straßenverkehr zu schützen.“ Mit Blumen und einem guten Tropfen dankte er ihm für seine 30-jährige Tätigkeit als Vorsitzender der Kreisverkehrswacht und als unermüdlicher Manager der Erwachsenen-Schulweghelfer seit 40 Jahren. rdi