In der evangelischen Christuskirche wurde am Palmsonntag Konfirmation gefeiert. Für elf Mädchen und Jungen begann dabei zugleich ein neuer wichtiger Abschnitt in ihrem christlichen Leben. „Gott möge die Konfirmanden weiterhin führen und sie dürfen ihn an ihrer Seite wissen“, wünschte ihnen Pfarrer Heinz Geyer .

Elf Konfirmanden

Feierliches Glockengeläut begleitete die Konfirmandinnen und Konfirmanden, als sie mit Pfarrer Heinz Geyer und den Kirchenvorstehern vom Pfarrhaus aus in die liebevoll geschmückte Christuskirche zogen. Alle Gottesdienstbesucher empfingen die elf Mädchen und Jungen mit dem Eingangslied: „Tut mir auf die schöne Pforte“. In diese Klangfülle stimmte auch der Posaunenchor mit ein; zudem trug Thomas Meyer (Orgel), Christine Balig (Saxofon) und Andreas Groß (Bass) zur festlichen Ausgestaltung des Gottesdienstes bei.

Herzlich begrüßte auch Pfarrer Heinz Geyer die gesamte Christengemeinde und vor allem die jungen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Er hatte für seine Predigt einen Abschnitt aus dem Markus-Evangelium 4, 35-41, ausgewählt indem es um die Stillung des Sturms ging. „Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön“, begann Pfarrer Heinz Geyer .

Das Christfest konnte noch mit einem wunderschönen Weihnachtsspiel der Konfirmanden gefeiert werden, Masken mussten getragen werden, Gruppenarbeit war nicht möglich und selbst die Konfirmandenfreizeit fiel aus. Hinzu kamen dann noch die ansteigenden Corona-Zahlen und der Krieg in unserer Nachbarschaft, in der Ukraine.

Pfarrer Geyer ging anschließend auf die auswählte Bibelstelle und deren Ereignisse ein und stellte eine Beziehung zu seinem Predigttext her.

Ähnlich werden sicherlich auch die Jünger Jesu erwartungsvoll am See Genezareth ins Boot gestiegen sie. Wie die Konfirmanden wussten sie nicht, was sie alles erwartete, als Sturm aufkam und immer größere Wellen in das Innere des Bootes schwappte. Die verzweifelten Jünger weckten Jesus, der bis dahin im Boot schlief. Er sprach dabei die prägenden Worte: „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam“ und würden nicht auf ihn vertrauen. Er brachte den Sturm zum Erliegen, die Wellen legten sich und die Jünger konnten die Überfahrt fortsetzen.

Jünger im Boot

Deshalb, so Pfarrer Geyer , habe das Bild von den Jüngern im Boot, das auch zum Sinnbild für eine christliche Gemeinde geworden ist, noch immer Bedeutung. Auch heute noch sind wir Christen in einem Schiff, das sich Gemeinde nennt, gemeinsam unterwegs. Deshalb überreichte der Seelsorger allen Konfirmanden ein Schifflein, das sie zugleich daran erinnern soll, dass bei allen Fahrten auch Jesus immer mit im Boot ist.

Heiliges Abendmahl

Beziehungsreich wurde dazu das Lied: „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ angestimmt. Nachdem die Mädchen und Jungen die Konfirmandenfrage vor der gesamten Christengemeinde beantwortet und ein Gebet gesprochen hatten, wurden sie eingesegnet, während dabei die Eltern und Paten vertrauensvoll ihre Hand auflegten. Bei der Feier des heiligen Abendmahls reichte Pfarrer Heinz Geyer den Konfirmanden das Brot; den Wein durfte jeder von ihnen aus einem persönlichen Kelch trinken.

Gratulationen und Glückwünsche zur Konfirmation gab es auch von der evangelischen Kirchengemeinde in Burgkunstadt , die Friedrich Flierl aussprach und dabei den Wunsch äußerte, dass sich alle schon darauf freuen, wenn sie sich recht oft mit den Konfirmanden treffen und reden können. Ein ganz besonderer Dank der Konfirmanden selbst galt den Eltern und vor allen Dingen den Paten, die ihren bisherigen Lebens- und Glaubensweg begleitet hatten. Bevor der Festgottesdienst zu Ende ging, ermutigte Pfarrer Heinz Geyer alle, die in das Gotteshaus gekommen waren, weiterhin Verantwortung für die Konfirmanden zu übernehmen und den jungen Christen beizustehen, und erbat dazu den Segen Gottes. Dieter Radziej