Edgar Hagel feiert am heutigen Dienstag seinen 75. Geburtstag in seiner Heimatgemeinde Birkach mit einem Dankgottesdienst. Er besuchte dort die einklassige Volksschule mit einem Raum und einem Lehrer. Der damalige Kuratus Bünger ermutigte seine Eltern, ihren Sohn ins Gymnasium zu schicken. Das war über das Internat Ottonianum möglich. Nach dem Abitur wechselte Edgar Hagel ins Priesterseminar Bamberg. Den zweiten Teil des Theologiestudiums verbrachte er in Tübingen, wo er bei bekannten Professoren wie Küng und Kasper (später Kardinal ) das theologische Diplom erwarb. Als Vorbereitung auf den späteren Religionsunterricht hängte er in Bamberg ein verkürztes Studium zum Volksschullehrer an. Im Juni 1972 empfing er die Priesterweihe im Dom zu Bamberg. 14 Tage später feierte er mit der Heimatgemeinde Birkach seine Primiz.

Schulleiter eines Gymnasiums

Nach einem Kaplansjahr in Forchheim berief ihn der Erzbischof als Präfekt in das Internat, das er selbst als Schüler besucht hatte. In dieser Zeit erteilte Hagel nebenamtlich Religionsunterricht am Franz-Ludwig-Gymnasium und fand Gefallen daran. 1976 kam die Anfrage vom Domberg, ob er die Stelle als hauptamtlicher Religionslehrer am Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg übernehmen wolle. 2001 wechselte Hagel zum Maria-Ward-Gymnasium in Bamberg als Schulleiter . Nach seiner Pensionierung 2008 berief ihn Erzbischof Schick zum Vorsitzenden des Caritasverbandes der Diözese.

In all diesen Jahren half Hagel seelsorgerlich, teilweise in verantwortlicher Position, neben Unterricht und Caritas in den Pfarreien in Ebing und Merkendorf aus. Im Rückblick auf sein priesterliches Wirken nennt Hagel als stetige Leitlinie seinen Primizspruch: „Nicht Herren über euren Glauben wollen wir sein, sondern Helfer eurer Freude“ (2. Kor 1,24). Über die Jugendarbeit sei er zum Priesterberuf gekommen, dazu hätten die vielen Wochenenden auf Burg Feuerstein beigetragen. Theologisch habe ihn das Studium in Tübingen über sein ganzes spirituelles Leben geprägt.

Auch in der Pfarrei präsent

Über seine Arbeit in der Schule sagt Hagel: „Ich war gerne Religionslehrer .“ Die Arbeit in der Oberstufe, besonders im Leistungskurs, und der Kontakt zu den auszubildenden Referendaren haben ihm viel Freude bereitet. Daneben war es ihm immer ein Anliegen, auch in der Pfarrei präsent zu sein. Solange die Gesundheit es zulässt, möchte Hagel sein pfarrliches Engagement fortsetzen. red