„Die Raab Baugesellschaft lebt Umwelt- und Klimaschutz vor und setzt hier seit mehr als 25 Jahren Zeichen. Als Pionierin in punkto umweltbewusstes Bauen hat sie schon vor langer Zeit eine Vorreiterrolle übernommen“, stellte Landrat Christian Meißner anlässlich der Übergabe der Teilnahme-Urkunde für den Umwelt- und Klimapakt Bayern fest. Das Ebensfelder Bauunternehmen ist bereits seit 1998 dabei und geht nun in die fünfte Verlängerung. Auch um die Goldprämierung will sich Raab Bau bewerben, lassen Gisela Raab und Wolfgang Schubert-Raab wissen, die gemeinsam mit Joachim Raab Geschäftsführer der Firma sind.

Voraussetzung für eine Zertifizierung seitens des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz für den Umweltpakt ist, dass eine breite Liste von Kriterien – „Umweltleistungen“ – erfüllt werden, erläutert der Landrat.

„Es macht mich stolz, dass ein Unternehmen aus meinem Landkreis da ganz vorne mit dabei ist“, betonte Christian Meißner . Er stellte heraus, dass auch das Pilotprojekt des Landesamtes für Umwelt für Bodenuntersuchungen im Landkreis Lichtenfels auf eine gemeinsame Initiative von Wolfgang Schubert-Raab und ihm zustande gekommen ist.

„Umweltschutz beim Bauen ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit“, finden Gisela Raab und Wolfgang Schubert-Raab. „Wir sehen die begrenzten Ressourcen unserer Erde und unsere Verantwortung als Unternehmen, durch unser umweltverträgliches Handeln den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten. Beim Bauen wollen wir neue Wege gehen und als kompetenter Partner unseren Auftraggebern und Kunden zur Seite stehen.“

Bei ihren Wohnprojekten setzt die Ebensfelder Baugesellschaft seit annähernd 30 Jahren auf Umweltschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Bereits 2001 stellte die Firma ihre Lkws auf den Betrieb mit Pflanzenöl um. Seit 2002 werden neue Bagger über 15 Tonnen mit Bioöl betrieben. Von 2006 bis 2012 erfolgten Modernisierung der Fassade, Fenster und das Dach des Bürogebäudes, von 2007 bis 2010 die Installation von Photovoltaikanlagen auf den firmeneigenen Hallendächern, 2011 die Inbetriebnahme der neuen Biomasseheizung mit Hackschnitzelfeuerung am Firmensitz in Ebensfeld.

2018 wurden zehn neue Pritschenwagen/Baustellfahrzeuge nach der neuesten Abgastechnologie angeschafft, der Büromaterialbedarf auf umweltbewussten Einkauf umgestellt. Erst jüngst hat Raab Bau fünf neue Formen für die Herstellung von Betonblöcken angeschafft, mit denen Restbeton, der auf Baustellen anfällt, nachhaltig verwendet und unnötiger Bauschutt vermieden werden.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg wurde eine Baustoffbörse zur Wiederverwendung von Bau- und Wertstoffen ins Leben gerufen. Es wird ein Firmenfahrrad-Leasing für Mitarbeiter angeboten. Die Auszubildenden erhalten ein 365-Euro-Ticket für den VGN zur Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs. 2019 wurde ein Artenschutzprojekt auf dem Firmengelände initiiert. Eine jährlich erstellte Input-Output-Bilanz zeigt bei Raab Bau an, wie der CO2-Ausstoß aussieht. Die Firma versucht, umweltfreundliche Baustoffe einzusetzen und regenerative Energien zu nutzen. red