Dass der AC Lichtenfels im Jahr des 100-jährigen Bestehens Großes vorhat, ist seit den Verpflichtungen von Stefan Kehrer, Ahmet Peker oder Max Schwabe klar. Nun haben die "Eagles" noch einmal zugeschlagen und sich die Dienste von Niklas Ohff gesichert.

Über diesen Wechsel wurde bereits spekuliert, als die Vorsitzende Britta Beier und Tobias Schütz, der neuerdings das Trainergespann unterstützt, zu Gast beim Nürnberger Ringer-Format BroWrestling TV waren. Wenige Tage später herrscht in dieser Personalie Klarheit. Vom FC Erzgebirge Aue wechselte der 26-jährige Ohff nach Oberfranken. Ein Transfer, "der Sinn macht", sagt Daniel Luptowicz, der als Mannschaftsführer der Eagles mitverantwortlich für die Kaderplanung ist. Ohff und Christian Lurz werden sich in der anstehenden Runde die mittleren Gewichtsklassen im klassischen Stil teilen. "Damit sind wir flexibler, was die Aufstellung angeht", lässt man aus Lichtenfels vernehmen. Zudem "können wir die Saison auf mehrere Schultern verteilen". Das sei eine Lehre, die die Lichtenfelser aus der Saison 2019 ziehen. Mit Blick auf die Ergebnisse des Neuzugangs in den letzten Jahren, "haben wir mit Niklas einen, der jeden schlagen kann", ist sich Luptowicz sicher.

"So viel wie möglich gewinnen"

Ohff selbst setzt sich das Ziel, in Bestform in die neue Saison zu gehen. "Persönliches Ziel ist erst einmal gesund und topfit in die Saison zu gehen und so viel wie möglich zu gewinnen". Seit zwei Wochen steht der Greco-Spezialist im Rahmen des Kadertrainings wieder auf der Matte. Seit Beginn der Pandemie kam auch bei Ohff das Ringen zu kurz. In der abgebrochenen Saison 2019 stand er nur zweimal auf die Matte, ging aber bereits diese Saison hochmotiviert an.

Zurück in der Bundesliga hat sich an dieser Motivation über den Winter nichts geändert. "Ich freue mich auf die Saison und auf das Team", sagt Ohff. Einer aus diesem Team war es auch, der den gebürtigen Berliner an den Obermain lotste und ausschlaggebend bei der Entscheidung für die "Eagles" und gegen die anderen Angebote war. "Hannes Wagner und ich hatten schon immer wieder gesprochen und wollten uns gegenseitig zu unseren Vereinen bringen", erzählt Ohff über seinen Weg von Bundesligist Aue über Thalheim nach Lichtenfels . "Dieses Jahr hat es endlich geklappt". Seit klar ist, dass neben Wagner auch sein Leipziger Trainingspartner Max Schwabe im Herbst am Obermain ringen wird, freut sich Ohff umso mehr auf die anstehenden Kämpfe. Und in Lichtenfels freut man sich über die Verpflichtung eines weiteren deutschen Sportlers, der mit verschiedenen Platzierungen bei den nationalen Meisterschaften eine hochkarätige Verstärkung des Teams darstellt. Mit diesem Kader hält Ohff den Einzug in die Play-offs für realistisch. dma