Das Kanalsystem in Ober- und Unterwallenstadt ist in die Jahre gekommen und wird deshalb in den nächsten Monaten saniert. Hierbei spielen auch ökologische wie ökonomische Faktoren eine Rolle, wird doch mit einem sanierten Kanalnetz weniger Fremdwasseranteil aufgenommen, was wiederum zur Entlastung der Kläranlage, die keine zusätzlichen Wassermengen verarbeiten muss, führt.

Außerdem wird dem Boden kein wertvolles Grundwasser mehr entzogen, sind die neuen Kanäle erst einmal eingezogen.

Zur Kanalsanierung hat sich die Stadtverwaltung für das Schlauchinliner-Verfahren entschieden.

Hierbei kann an vielen Stellen auf Straßenaufgrabungen verzichtet werden, da bei dieser Methode Kanal-Innenauskleidungen aus mit Kunstharz getränkten Textilschläuchen verwendet werden, die durch Hitze oder UV-Licht ausgehärtet werden und den Kanal auskleiden. „Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass es wesentlich weniger Verkehrsbehinderungen geben wird. Außerdem ist die Methode weitgehend staublos, bringt fast keine Lärmbelästigung und ist zudem noch zeitsparend“, sagt Planer Georg Deuerling aus dem städtischen Tiefbauamt .

Insgesamt investiert die Stadt Lichtenfels hier rund zwei Millionen Euro in das Kanalnetz vor Ort. „Nachdem die Kanalsanierung abgeschlossen ist, ist das Kanalnetz wieder fit für die Zukunft. Vielen Dank allen Bürgern für die gute Zusammenarbeit vor Ort“, so Bürgermeister Andreas Hügerich zur Maßnahme. Abgeschlossen sein werden die Arbeiten voraussichtlich Ende 2022.

Ein kurzes Video mit Bürgermeister Andreas Hügerich und Planer Georg Deuerling gibt es auf der städtischen Internetseite, www.lichtenfels.de/meinvideo, zu sehen. red