Seit 60 Jahren ist Franziskanerpater Bernhard Braun im Priesteramt. Sein diamantenes Priesterjubiläum hat der 82-Jährige mit einem Festgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika gefeiert. Neben dem Jubilar stand als Prediger Pater Maximilian Wagner am Altar.

Dankbar blickt Pater Bernhard auf ein erfülltes Leben als Priester zurück. In seiner 60-jährigen Praxis als Seelsorger hat der Geistliche vieles erlebt. Immer wieder ist er mutig aufgebrochen, was auch die Stationen seines Ordenslebens zeigen.

Nach einem Pastoraljahr und Cura-Examen wurde er ab August 1969 in Bamberg St. Heinrich als Kaplan eingesetzt, wo er ab 1976 Vikar des Klosters und ab 1982 Präses war.

Seine nächste Station führte ihn 1985 als Kaplan nach Pfreimd (Oberpfalz), wo er von 1988 bis zur Klosterauflösung 1995 Guardian war. Von November 1995 bis August 1999 arbeitete er als Pfarrer und Vikar in Freystadt.

Als dieses Kloster den Kattowitzer Brüder anvertraut wurde, bat Bernhard um eine Sabbatzeit. Ab Mai 2000 übernahm er die Aufgabe eines Wallfahrtsseelsorgers zunächst in Gößweinstein und ab September 2001 in Dettelbach, wo er wiederum Hausoberer wurde.

Im September 2004 wurde er schließlich ins „fränkische Bethlehem“ nach Vierzehnheiligen versetzt, hier ist er Wallfahrtsseelsorger.

Der Jubilar hat damals schon den großen Zisterzienserheiligen Bernhard von Clairvaux als Namenspatron ausgesucht, als er noch nicht ahnen konnte, später einmal in Vierzehnheiligen auf den Spuren der Zisterzienser zu wandeln.

Gerd Klemenz