Weismain  — Eine Firmung in einer Pfarrei ist auch heute noch etwas Besonderes, das war am Wochenende in Weismain nicht anders. Monsignore und Domkapitular im Ruhestand Josef Zerndl hat 20 jungen Christen aus den Pfarreien Weismain , Arnstein und Modschiedel das Sakrament der Firmung gespendet.

Zusammen mit Stadtpfarrer Gerhard Möckel und Diakon Rainer Daum war der Domkapitular in das geschmückte Gotteshaus mit festlichem Orgelspiel von Udo Dauer eingezogen und wurde von Annemarie Steger von den kirchlichen Gremien Weismains begrüßt.

Wiederholung des Taufversprechens

Nach monatelanger Vorbereitung seien die Jugendlichen nun so weit, die Firmung zu erhalten. Als Täuflinge hätten ihre Paten die Bereitschaft zur Gemeinschaft Gottes gegeben, nun könnten sie dies bei der Wiederholung des Taufversprechens selbst tun. Den Willkommensgruß der Stadt Weismain überbrachte Bürgermeister Michael Zapf. Er verwies auf die lateinischen Wurzeln des Wortes „ Firmung “ und betonte die Bedeutung des Sakraments.

In seiner Ansprache stellte Domkapitular Josef Zerndl drei Impulse vor, die für die Firmung wichtig seien. Das Suchen und Finden gehöre auch im weiteren Leben dazu. Dabei seien Würde und Verantwortung ein wichtiger Bestandteil im christlichen Leben. Im alltäglichen Leben sei es außerdem wichtig, immer den Bezug zu Gott suchen und zu finden.

Jesus wolle die Menschen begleiten, weswegen auch die Menschen auf ihn vertrauen und für ihn offen sein sollten. Die Salbung in der Firmung zeige nach außen, dass „ihr wertvoll seid und Würde besitzt“. Dies sei nicht nur im kirchlichen Bereich so, auch das Grundgesetz sage aus, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.

So sei es auch mit der Gemeinschaft Gottes, in die die Firmlinge aufgenommen worden seien, erklärte der Domkapitular den Firmlingen. Zu den Impulsen gehörten letztendlich auch die Verantwortung und das Stärken des Glaubens dazu. Hier seien auch die Firmpaten aufgerufen, immer ein offenes Ohr für die jungen Menschen zu haben und ihnen im christlichen Sinne mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Es sei nötig, sich gegenseitig zu helfen, wenn es in bestimmten Lebenslagen „mal nicht so läuft“.

Nach der Erneuerung des Taufversprechens vollzog der Domkapitular die Firmung . Er legte den Firmlingen die Hand auf, zeichnete mit dem Chrisam ein Kreuz auf die Stirn und sprach die Formel: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist “.

Weisheit, Stärke und Gottesfurcht

Im weiteren Verlauf stellten die Firmlinge die Gaben des Heiligen Geistes wie Weisheit, Einsicht, Tat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht heraus.

Die Früchte im Glauben seien dann Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Es werde leichter sein, mit ihnen das Leben zu bestreiten.

Bevor zum Abschluss das „Te Deum“ angestimmt wurde, dankten die Firmlinge dem Domkapitular für die Spendung des Sakramentes der Firmung und Pfarrer Gerhard Möckel und Diakon Daum für die Vorbereitung auf diesen besonderen Tag mit Geschenken.