Am morgigen Samstag, 24. Juli, um 18 Uhr präsentiert der Fränkische Theatersommer Friedrich Hollaenders „Chansonkunst – unvergessen und hochaktuell“. Mitwirkende in „Der fliehende Hollaender“ sind Magdalena Aderhold, Yvonne Berg, Stephan Jöris und Beate Roux. Für die Inszenierung ist Stephan Jöris verantwortlich.

Friedrich Hollaender schrieb kleine Revuen, auch Revuetten genannt, komponierte weiterhin Chansons und Filmmusiken und lebte bis zu seinem Tod 1976 in München. Seine über 600 Chansons wie „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ sind aber unsterblich. Seine blitzgescheiten, unverschämt scharfzüngigen Charakterbilder menschlicher Unzulänglichkeiten sind erfrischend und vergnüglich lebendig geblieben.

Einen besonderen Vormittag im Gartentheater von Gut Kutzenberg gibt es dann am 25. Juli um 11 Uhr mit der „Gonzos Dicie Band“. Die Gruppe hat sich dem traditionellen Jazz verschrieben, so wie er auch heute noch in New Orleans zu finden ist. Allerdings hat die Band in den 37 Jahren ihres Bestehens ihren ganz eigenen Stil entwickelt. Dabei haben die Mitglieder viel Raum zur freien Improvisation, in der sie mit ihrer persönlichen Spielweise zum Gesamtklang der Band beitragen.

Dazu bekommt „Gonzos Dixie Combo“ auch durch eigene Arrangements ihres Bandleaders einen charakteristischen Sound mit Wiedererkennungswert. Die Band beschränkt sich aber nicht nur auf die traditionellen Stücke dieser Stilrichtung, sondern unternimmt auch Ausflüge in den fränkischen Bierjazz. Dann wird aus der „Sweet Georgia Brown“ plötzlich der „Süße braungebrannte Schorschla“. Es wird aber nicht nur um der Musik willen gespielt, sondern im Mittelpunkt steht immer das Publikum, das sich ab und zu auch schon mal einen schrägen Spruch gefallen lassen muss. So sind manche Insider schon gespannt darauf, welche der vier unterschiedlichen Entstehungsgeschichten des Liedes „Ice Cream“ sie das nächste Mal aufgetischt bekommen.

Karten im Vorverkauf gibt es unter www.theatersommer.de oder Telefon 09274/94740. red