Von der Idee zum Weltkonzern und wieder zurück: Die Lichtenfelser 3D-Druck-Pioniere Kerstin und Frank Carsten Herzog gründeten im Jahr 2000 das mittlerweile mehrheitlich zu General Electric gehörende Unternehmen Concept Laser aus eigener Forschungsarbeit heraus und entwickelten es zum Weltmarktführer im Bereich des Additive Manufacturing . Das Obermaintal ist mittlerweile eines der weltweiten Zentren für den 3D-Metalldruck. General Electric baute den Standort aus. In den vergangenen Jahren investierten Firmen in Lichtenfels bereits über 250 Millionen Euro in modernste 3D-Druck-Infrastruktur.

Mit ihrer eben neu gegründeten HZG-Group kehren Kerstin und Frank Carsten Herzog zu ihren unternehmerischen Wurzeln zurück und unterstützen künftig Teams auf ihren Wegen in der 3D-Druck-Industrie. Dafür bringen sie ihr umfassendes technologisches und kaufmännisches Wissen und ihr internationales Netzwerk mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie ein. Weiterer Hauptbestandteil des Unternehmens ist der Startup-Inkubator Naddcon, für den ein Forschungs- und Entwicklungszentrum geplant ist. Nicht zu verwechseln ist dies mit dem geplanten FADZ (Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien) in Lichtenfels . Der „Inkubator“ (zu deutsch: Brutkasten) mit dem Namen Naddon (das steht für: New Additive Concepts) befindet sich aktuell im Aufbau. Der Standort in Lichtenfels ist die Michael-Och-Straße 5 – ehemaliger Standort von Concept Laser .

Diese Infrastruktur soll Gründern die Möglichkeit geben, mit den aktuell besten Maschinen im Bereich der Additiven Fertigung zu arbeiten, die ihnen sonst nicht zur Verfügung stehen würden. Naddcon zählt zu den unternehmerischen Tätigkeiten von Kerstin und Frank Carsten Herzog und ist insofern ganz unabhängig vom FADZ zu betrachten. Er ist ein weiterer Baustein in der 3D-Druck- Landschaft von Lichtenfels und soll High-Tech-Firmen in die Region ziehen.

Im Lichtenfelser Rathaus freut man sich über die Investitionen und das Engagement: „Damit werden Lichtenfels und die Region insbesondere auch für Gründer und Startups sehr attraktive Standorte “, sagt Steffen Hofmann , der Leiter des Amtes für Wirtschaft, Tourismus und Kultur. Dies sei ein starkes und wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Lichtenfels . ml/pp