Die Vertreter des Ebelsfelder Bürgerbegehrens „2 statt 4 – eine Verkehrslösung für alle“ haben am Montag vor dem Ebensfelder Rathaus die in den letzten drei Wochen gesammelten Unterschriften offiziell an Bürgermeister Bernhard Storath übergeben.

Mit dem Bürgerbegehren fordern die Initiatoren eine Entlastung des Ortszentrums Ebensfeld vom Durchfahrtsverkehr und gleichzeitig den sofortigen Stopp einer planfestgestellten Staatsstraße quer durch das Naherholungsgebiet Kellbachtal. Sie möchten außerdem statt vier Kilometer Neubautrasse eine nur zwei Kilometer lange Straße bauen, die zukunftsfähig und effektiver sein soll.  Gleichzeitig würden mit dieser Alternativstrecke Baukosten in Höhe von  6,5 Millionen Euro eingespart.

Im Gemeindegebiet stieß das Thema Bürgerbegehren auf großes Interesse, die dazu nötige Anzahl an Unterschriften wurde in kurzer Zeit mehr als erreicht. Zehn Prozent der rund 4700 wahlberechtigten Bürger hatten unterschreiben müssen, das wäre beim aktuellen Einwohnerstand knapp 500. Letztlich sind es 100 Listen mit knapp 850 Unterschriften geworden.

Im Jahr 2009 habe es bereits einen Bürgerentscheid zur Verkehrsführung gegeben, der mit nur einer einzigen Stimme entschieden wurde. Dieser habe inhaltlich jedoch nicht dem jetzigen Bürgerbegehren entsprochen – darauf wies Otto Weidner ausdrücklich hin. Außerdem habe sich die Verkehrssituation in den letzten Jahren sehr verändert, unter anderem auch wegen des neuen Industriegebietes in Ebensfeld .

Bürgermeister Storath hat dieses eingereichte Bürgerbegehren vorläufig als Punkt in die Tagesordnung der nächsten Marktgemeinderatssitzung (27. Juli) aufgenommen. Er freut sich, dass sich so viele Bürger aktiv beteiligten – allerdings werden er und seine Mitarbeiter auch alles prüfen und juristisch abklären lassen. Dazu soll ein Jurist in der nächsten Sitzung zu Wort kommen. „Ich lasse mich da nicht unter Zeitdruck setzen“, erklärte Storath bei der Übergabe, „gerade in diesem speziellen Fall – das ist hier nicht just for fun“. Und als Schlusswort ergänzte der Rathauschef: „Wir hoffen, dass die Prüfung positiv ausfällt“.