Der Geschichtsverein Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) lädt für den morgigen Dienstag, 18.30 Uhr, zu einem Online-Vortrag ein. Der Kunsthistoriker Robert Schäfer M.A., Hirschaid, referiert unter dem Titel "Vom Umgang mit einem Stadtdenkmal" über Verluste von historisch wertvollen Bauten in Coburg in den 1960er und 70er Jahren.

Die Umgestaltung der Stadt

Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt weitgehend unzerstört geblieben. Ein Vierteljahrhundert nach Kriegsende fürchteten die Stadtoberen, allen voran Oberbürgermeister Wolfgang Stammberger, den Anschluss an andere, "autogerecht" wiederaufgebaute Städte zu verlieren, zumal die Randlage an der innerdeutschen Grenze einen zusätzlichen Standortnachteil mit sich brachte. Coburg sollte daher ein neues, modernes Gesicht erhalten, und so manch historischer Bau stand diesem Ansinnen im Wege. Das Bürglaßtor, die Spindler-Villa und das Ernst-Alexandrinen-Volksbad sind nur die bekanntesten Beispiele für jene Bauten, die der Umgestaltung der Stadt zum Opfer fielen. Der Vortrag zeichnet die Abrisswelle und ihre Ursachen nach, wirft aber auch einen Blick auf den heutigen Umgang mit historischer Bausubstanz in der Vestestadt.

Die Veranstaltung ist öffentlich und ohne Anmeldung zugänglich, die Teilnahme kostenfrei. Die Zugangsdaten sind auf der Homepage des CHW (www.chw-franken.de) beim Termin angegeben. Hier gibt es auch Informationen zur weiteren Vereinsarbeit . red