Bei ihrer Jahreshauptversammlung stellten die Eisenbahnfreunde Lichtenfels ihre Signale wieder auf Fahrt und läuteten neue Projekte ein. Zudem gibt es einen neuen Vorsitzenden .

Am vergangenen Freitag trafen sich 15 Mitglieder in ihrem Vereinsheim, dem ehemaligen Stellwerk 5, zur Jahreshauptversammlung. Wenige Wochen zuvor waren erstmalig wieder Vereinstreffen möglich geworden.

Der erste Vorsitzende Werner Keidel erinnerte an seine Anfänge im Verein: „Vor 22 Jahren habe ich das Amt des Ersten Vorsitzenden mit der Maßgabe übernommen, den Verein weiterzuentwickeln, auch wenn wir keine großen Ausstellungen in der Stadthalle mehr machen wollten“. Stattdessen wurde unter seiner Führung das Vereinsheim im historischen Stellwerk zwischen 2002 und 2007 um einen zweistöckigen Anbau erweitert. In dem vergrößerten Gebäude fand die 20 Meter lange Modellbahnanlage der Schweizer Bern-Lötschberg-Simplon-Strecke Platz. In den folgenden Jahren kamen weitere Projekte hinzu, wie die Schnee- und Hochofenanlage. Als Vorsitzender hatte Keidel stets neue Ideen, um die Besucher Jahr für Jahr aufs Neue zu begeistern.

„Außerdem war es mir ein Herzenswunsch, eine Jugendgruppe zu gründen“, sagte Keidel in seiner Rückschau. So war es für ihn ein bewegender Moment, als die Mitglieder wenig später mit Tim Renner ein ehemaliges Mitglied eben jener Jugendgruppe einstimmig zum neuen Vorsitzenden wählten.

Ein aktuelles Projekt

Das aktuell wichtigste Modellbauprojekt ist eine modulare Anlage nach Vorbild des Bahnhofes Hamburg Dammtor. Ein zweites Projekt wird Keidel in seinem neuen Amt als Bauprojektleiter weiter aktiv unterstützen: Die zweite bauliche Erweiterung des Vereinsheimes um eine Jugendwerkstatt. Die zweistöckige, freistehende Halle in Holzbauweise wird wenige Meter vom jetzigen Vereinsheim entfernt an der Ecke Schneidmühlweg-Bäckergasse in Lichtenfels entstehen. In den neuen Räumen können die Jugendlichen der Jugendgruppe dann ihre eigene Anlage aufbauen. fw