40 Tage lang dauerte bis in die 70er Jahre hinein die Weihnachtszeit. Der 2. Februar bildete somit den Abschluss des Weihnachtsfestkreises. Erst dann wurden die Christbäume entsorgt. Dies gehört der Vergangenheit an. Doch das Fest Mariä Lichtmess mit Kerzenweihe und Lichterprozession gehört nach wie vor zum festen Bestandteil des katholischen Kirchenjahres.
Den biblischen Hintergrund stellt die Überlieferung dar, dass Maria und Josef nach den Vorschriften des jüdischen Gesetzes einen neugeborenen Sohn 40 Tage nach dessen Geburt als Dank für das Geschenk des Kindes Gott dargebracht und geweiht haben. "Was Maria und Josef damals im Tempel versprochen haben, haben auch eure Eltern bei eurer Taufe versprochen: Aus Dankbarkeit für das Geschenk eines Kindes bereit zu sein zum Dienst für Gott und die Menschen", erklärte Dekan Kilian Kemmer den vielen Kindern das Festtagsevangelium.
Oftmals gingen im Leben der Menschen auch die Lichter aus, weil sich die Dunkelheit eines Schicksalsschlages, einer schweren Krankheit, einer Naturkatastrophe oder auch die Dunkelheit von eigenverantworteter Schuld und Sünde um sich greifen, so Kilian Kemmer. Die Lichtsymbolik des Lichtmesstages möchte nach den Worten des Dekans daran erinnern, dass das Licht des Glaubens, das erstmals symbolisch bei der Taufe an der Taufkerze entzündet wurde, niemals erlischt. "Die Dunkelheit nimmt zwar im Leben vieler Menschen manchmal so zu, dass das Licht kaum mehr wahrgenommen wird."


Licht geht von Gott aus

Doch egal ob gläubig oder nicht, jedem leuchte dieses Licht des Glaubens, das von Gott ausgeht, so Kemmer. nr