Viel Positives brachte der HSC Coburg von seinem misslungenen Sonntagsausflug aus Minden nicht mit nach Hause. Eine wichtige Erkenntnis bleibt trotzdem: Spielmacher Pouya Norouzi Nezhad ist wieder einsatzfähig. Gegen weitere Einsätze in den nächsten Spielen spricht nichts. Bereits übermorgen empfängt der Tabellenletzte der 1. Handball-Bundesliga in der HUK-Arena die HSG Wetzlar (19 Uhr/live auf Sky).

Der Einsatz des Iraners kam in Minden für viele HSC-Fans überraschend. Doch Pouya hat nach seiner diagnostizierten Schulterverletzung am Wurfarm in den vergangenen Wochen extrem viel im Reha-Bereich gearbeitet. "Wir haben Licht am Ende des Tunnels gesehen und deshalb vorerst auf eine Operation verzichtet", erklärt HSC-Geschäftsführer Jan Gorr.

Der Spielmacher mit der Nummer 7 auf dem gelben Trikot hatte in der zurückliegenden Woche drei, vier Mal das Mannschaftstraining absolviert und machte dabei nach Angaben von Gorr eine gute Figur. "Das sah schon wieder richtig gut aus. Und nachdem Tobias Varvne in der ersten Hälfte in Minden einen Schlag auf den Kopf bekommen hatte und es ihm danach alles andere als gut ging, war es nur folgerichtig, dass Pouya auf die Platte kam."

"Er kann Lücken reißen"

Gorr hofft, dass der Neuzugang der angeschlagenen HSC-Truppe neue Impulse gibt. Man habe bereits bei seinen Einsatzminuten gegen Minden gesehen, dass er mit seinen Individual-Aktionen immer wieder versucht, über eine große Zweikampfstärke die eine oder andere Lücke in der gegnerischen Abwehr zu reißen. Und das, obwohl man ihm sicher angemerkt hat, dass er eine ganze Zeit weg war. Gegen Wetzlar hoffen die HSC-Verantwortlichen, dass Pouya noch eine Schippe drauflegen kann und seine Mannschaft zum sehnlichst erhofften und dringend notwendigen Heimsieg führt. oph