Mit einem Solarpotenzialkataster für Stadt und Landkreis Coburg, welches Landrat Michael Busch und die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Coburg, Birgit Weber, nun vorstellten, soll den Bürgern im Coburger Land die Errichtung einer eigenen Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage auf ihrem Dach zur Storm- beziehungsweise Wärmegewinnung ganz leicht gemacht werden.
Online kann ab sofort jeder Bürger auf einen Blick sehen, ob die eigenen Dachflächen zur Errichtung einer PV- oder Solarthermie-Anlage geeignet sind oder nicht, heißt es in der Pressemitteilung. Mit ein paar weiteren Klicks erfährt er zudem, in welchem Umfang und in welcher technischen Ausführung die Anlage für ihn sinnvoll ist, welche Kosten hierfür grob eingeplant werden müssen und wie lange es dauert, bis sich die geplante Anlage rechnet. So kann sich der Bürger bereits mit einer konkreten Projektskizze an ein entsprechendes Planungsbüro oder einen Handwerksbetrieb wenden und sein Projekt kompetent realisieren. Ein angegliedertes Handwerkerportal verweist dabei auf regionale Fachfirmen. Dieses kostenlose und vor allem neutrale Informationsportal hat das Regionalmanagement Coburger Land gemeinsam mit den Klimaschutzbeauftragten aus Stadt und Landkreis Coburg auflegen lassen.
Die Ergebnisse sind laut Alexander Romahn vom Portalbetreiber Tetraeder GmbH sehr vielversprechend und weisen auf ein hohes Potenzial der gesamten Region Coburg hin. "In der Stadt Coburg ließen sich theoretisch auf circa 50 Prozent aller Dachflächen sinnvoll PV-Anlagen errichten, im Landkreis Coburg sogar auf rund 60 Prozent. Bisher werden nur rund fünf bis zwölf Prozent genutzt, der Rest könnte noch bebaut werden und somit theoretisch bilanziell nahezu den gesamten privaten Stromverbrauch decken." Hierbei seien etwaige Verschattungsflächen durch Bäume, Erker oder Nachbardächer bereits berücksichtigt, die Statik des Daches sowie Denkmalschutz-Kriterien müssten jedoch individuell noch geprüft werden.


Einfach zu bedienen

Das Portal ist sehr einfach zu bedienen, lässt individuelle Eintragungen zu Stromverbrauch, genutztem Energieträger und gewünschter Finanzierung zu und führt im letzten Schritt direkt zu einem "Handwerkerportal", in dem bereits erste Fachfirmen aus der Region eingetragen sind, die eine solche Anlage planen und realisieren können oder zu passenden Förderprogrammen informieren.
Weitere Fachbetriebe der Region Coburg sind eingeladen, sich bei Klimaschutzmanagerin Lisa Güntner ebenfalls in das Handwerkerportal eintragen zu lassen (Telefon 09561/514144, E-Mail lisa.guentner@landkreis-coburg.de).
"So leisten wir nicht nur einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz, sondern stärken auch die regionale Wirtschaft", weist Regionalmanager Stefan Hinterleitner auf einen weiteren Vorteil dieses Projekts hin. Auch Landrat Michael Busch und Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber sind sich einig, dass das Solarpotenzialkataster ein "prima Angebot für die Bürgerinnen und Bürger" darstellt und einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzbemühungen der Region Coburg liefert. Zudem kann der Bürger mit der Installation einer PV- oder Solarthermie-Anlage ein Stück Unabhängigkeit von steigenden Strom- und Energiepreisen erlangen. Wer ausprobieren möchte, welches Potenzial seine eigene Immobilie birgt, findet das Tool ab sofort unter www.klimaschutz-coburg.de. red