In seinem letzten Pflichtspiel vor der Winterpause hat der FC Coburg (11./25 Punkte) heute um 16 Uhr die Überraschungsmannschaft der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach (3./35 Punkte) zu Gast. Die Unterfranken stiegen vor der vergangenen Saison wie der FCC in die Landesliga Nordwest auf.
Im ersten Anlauf schafften sie den Klassenerhalt nur mit großen Anstrengungen. Derzeit befinden sie sich auf einen Höhenflug. Trotzdem ist Hausherren-Coach Matthias Christl zuversichtlich: "Mit einem Sieg könnten wir eine gute Position im Mittelfeld der Tabelle mit ins neue Jahr nehmen."
Nicht 100-prozentig zufrieden war er mit dem letztwöchigen 1:1 seiner Jungs beim Vorletzten Bayern Kitzingen, der sich nach einem Trainerwechsel im Aufwind befindet. "Der Gegner präsentierte sich anfangs wie erwartet sehr aggressiv. Als wir besser in die Gänge kamen, wurden wir kurz vor dem Seitenwechsel durch einen Sonntagsschuss kalt erwischt. Nach unserem Ausgleich war mehr möglich als das Remis", so Christl. Coburg hat trotzdem einen guten Lauf mit vier Dreierpacks, drei Unentschieden und nur einer Niederlage aus den letzten acht Begegnungen. Noch erfolgreicher waren allerdings die heutigen Gäste, die in ihren zurückliegenden neun Partien 21 Zähler auf die Habenseite brachten.
In der Hinrunde landeten die Christl-Schützlinge am fünften Spieltag bei den DJKlern ihr erstes Erfolgserlebnis, das mit 4:0 deutlich ausfiel und wohl die bislang beste Saisonleistung darstellte. Coburg wurde dabei furioser Fußball bescheinigt. Schwebenried/Schwemmelsbach wird folglich heute an der Wiesenstraße auf Wiedergutmachung bedacht sein und seine Auswärtsstärke in die Waagschale werfen wollen.


Gegen ein 4-2-3-1-System

"Unser Widersacher läuft mit einem 4-2-3-1-System auf, wobei die Offensivposten mit Manuel Weißenberger (zwölf Tore), Daniel Fleischmann und Jens Rumpel (beide je fünf Treffer) sowie Oliver Nützel sehr stark besetzt sind. Diese vier Akteure rochieren ständig. Wir müssen die Außenbahnen dicht machen. Was das Zentrum angeht, mache ich mir keine Sorgen. Unser Abwehrchef Carsten Hahn befindet sich in glänzender Verfassung", bekennt Christl.
Seiner Truppe hat er eingeschärft, den robusten Gast möglichst nicht in die Zweikämpfe kommen zu lassen und vor dem Gehäuse von Daniel Shabestari zweite Bälle weitgehend zu verhindern. Im Aufgebot gibt es keine Veränderungen. Christian Schneider, der sich bei einigen Teilzeiteinsätzen glänzend in Szene setzte, hat gute Chancen, in die Anfangsformation zu rücken.