Jens Fertinger Noch kurz vor den Herbstferien gelang es dem Schulleiter Christian Terwart, den renommierten Schriftsteller und Kinderbuchautor Armin Pongs für einen Vormittag in der Grundschule von Maroldsweisach zu engagieren.

Pongs, der zunächst Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaften studiert hatte und als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Max-Planck-Institut tätig war, hat seine Liebe zur Schriftstellerei schon in jungen Jahren entdeckt und verwirklicht sich als Autor von Kinderbüchern seit mehr als zehn Jahren.

In dieser Woche nun war er zu Gast in der Grundschule Maroldsweisach mit der Außenstelle Pfarrweisach, wo er abwechselnd den Erst- und Zweitklässlern sowie den Dritt- und Viertklässlern aus seinen Werken vorlas. Die jüngeren Schulkinder stimmte er in das Werk "Krokofil - Der Traumländer" ein, die älteren machte Pongs mit seinem neuesten, noch unveröffentlichten Band "Der magische Kalender" bekannt.

Im Anschluss an das erste Kapitel des jeweils ausgewählten Buches überlegte er zusammen mit den Schülern, welche Bilder während des Zuhörens im Kopf entstehen. Pongs sagte dazu: "Ich hoffe, dass sich die Kinder noch lange an die heutige Lesung erinnern und daran, wie wichtig das Lesen ist. Ich erkläre es den Kindern so: Lesen macht reich - nicht an Geld, aber an Bildern im Kopf."

Gegen Ende der Stunde verteilte der Autor noch kleine Mondsteine mit Sternenstaub, die seiner Idee nach gegen schlechte Träume sind; dazu noch ein Plakat für jedes Kind, das dieses bei der Umsetzung des gegebenen Versprechens unterstützt, ab heute weniger fernzusehen oder sich mit Computerspielen zu beschäftigen, sondern sich mehr und intensiver dem Lesen zu widmen.

Für jede Klasse hatte Plongs noch eine Lesemuschel mitgebracht, die bei dem jeweiligen Vorleser - wenn er sie denn umhängt - "gesteigertes Lesevergnügen bereitet". So gestärkt und eingeschworen kann nun die Herbstferienwoche kommen, in der ausreichend Zeit ist zum Schmökern in dem einen oder anderen interessanten Buch.