Wo kann man am Nachmittag lernen, Freunde treffen und die eigene Identität entwickeln? Gerade in der Pandemie zeigt sich der hohe Bedarf an außerelterlicher Kinderbetreuung, das spüren auch die Notbetreuungen in den Tageseinrichtungen für Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Gummi-Stiftung. Der "Tag der Kinderbetreuung" am heutigen Montag erinnert unter anderem an die Bedeutung der verschiedenen Angebote mit ihren flexiblen Öffnungszeiten, den gemeinsamen Lern- und Freizeiten sowie dem sozialen Miteinander der Jungen und Mädchen.

Schule, Halbtags-Job, Ganztags-Job, Termine, Kleinkind und Baby, Logopädie, Sportangebot, die Versorgung der Großmutter - all das gehört - außerhalb von Pandemiezeiten - zum Alltag vieler Familien in und um Kulmbach. Und dann ist die Grundschule plötzlich um 11.20 Uhr aus. Eine Uhrzeit, die vielen Eltern Gänsehaut bereitet. Mit den verschiedensten Tageseinrichtungen für Schülerinnen und Schüler reagiert die Geschwister-Gummi-Stiftung auf die Bedürfnisse moderner Familien. Gleichzeitig werden die Kinder professionell und liebevoll durch den Nachmittag begleitet.

Die vier Schülerhorte der Geschwister-Gummi-Stiftung betreuen Schulkinder ab der ersten Klasse. Sie sind organisatorisch und räumlich nicht an die Schulen gebunden und sind vereinzelt von 6.30 Uhr, das heißt schon vor Schulbeginn, bis 17.30 Uhr sowie in großen Teilen der Schulferien geöffnet - ein "Rundum-Sorglos-Paket" für die Eltern.

Die drei offenen Ganztagsbetreuungen der Geschwister-Gummi-Stiftung schließen räumlich und nahtlos an den Regelunterricht weiterführender Schulen, von Montag bis Donnerstag zu Schulzeiten, an.

Zusätzlich knüpfen zwei Mittagsbetreuungen für Kinder ab der 1. Klasse an die jeweiligen Schulzeiten an und finden meist in Räumlichkeiten dieser bis 14 Uhr statt.

Rund 40 Mitarbeitende begleiten in den Tageseinrichtungen in Kulmbach Stadt und Land über 400 Schülerinnen und Schüler - in den Horten etwa beim gemeinsamen Mittagessen über Lern- und Hausaufgabenzeiten bis zu vielfältigen Angeboten in Spiel, Musik, Natur und Sport. Es gibt Sport- und Bastelaktionen, Musik- und Naturprojekte und sogar eine eigene "Hortband".

Spezifische Aktionen, etwa zum Thema "Soziale Medien" runden das Spektrum der Einrichtungen ab. Der Hort ist eine familienergänzende und -unterstützende Tageseinrichtung und fühlt sich der Bildung, Erziehung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler verpflichtet. Das Team besteht vorwiegend aus Erzieherinnen und Erziehern sowie Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern, die mit Professionalität, Erfahrung und Verständnis für die Lebenswelt der Kinder agieren.

Die reduzierte Anzahl durch die coronabedingte Notbetreuung fördert zwar den Infektionsschutz, doch für die gesunde Entwicklung der Kinder birgt dies auch Nachteile: "Mädchen und Jungen im Schulalter genießen die Zeit mit Gleichaltrigen und brauchen diese sozialen Kontakte, die jetzt so schmerzlich vermisst werden", so Elsbeth Oberhammer, Leiterin des Fachbereichs "Tageseinrichtungen für Schülerinnen und Schüler" der Gummi-Stiftung.

"Im Miteinander lernen sie voneinander. Im Vergleich mit anderen entwickeln sie ihre eigene Identität." red