Zum dritten Mal lud der Männerchor Eintracht Reuth zu seinem Chorfest in den Innenhof der Reuther Schule ein. Wie das Auerbergfest des Chores, das über 40 Jahre ein fester Termin im Veranstaltungskalender der Reuther Vereine war, erfreut sich auch die jährliche Nachfolgeveranstaltung im Schulhof immer größerer Beliebheit.
So konnte Michael Schuster, der durch das Programm führte, unter den zahlreichen Festbesuchern auch Vertreter aus der Politik, dem Kulturamt der Stadt und vom Fränkischen Sängerbund begrüßen.


Chorfest mit viel Musik

Am Vormittag begeisterte die Blaskapelle Reuth unter der Leitung von Roland Wölfel die Zuhörer beim Frühschoppen. Am Nachmittag waren es die Reuther Sänger unter der Leitung von Erich Staab und die Gäste vom Männergesangverein Eintracht Thurn unter der Leitung von Aleksander Ezhelev, die ihr Können auf hohem Niveau unter Beweis stellten. Sind doch die beiden Chöre zur Zeit im Landkreis Forchheim die einzigen Chöre, welche die Prüfung als Leistungschor der Leistungsstufe B im Fränkischen Sängerbund erfolgreich abgelegt haben.
Entsprechend breit gefächert waren auch die Liedvorträge. Diese reichten beim MC Reuth von Mozart (Wo Musik sich frei entfaltet) über Chopin (In mir klingt ein Lied), Boney M (River of Babylon) zu deutschen und italienischen Heimatliedern (Eine Wiese voll weißer Margeriten, La Filia del Fittavolo, La Valle) bis zum Ave Maria no morro.
Bei den Thurner Sängern reichte das Repertoire von F. Mendelssohn-Bartholdy (Jäger Abschied) über russische und deutsche Volkslieder (Einsames Glöckchen, Drei lachende Mädchen) bis hin zu Liedern von zeitgenössischeren Komponisten wie Ernst Fischer (Spanische Nächte), Robert Edler (Der neue Jahrgang) und P. Thibaut (Wir sind die alten Säcke). Beim letzteren Lied zeigten die Thurner schon alleine durch den schwungvollen und witzigen Liedvortrag, bei dem sie weder Probleme mit der Luft noch mit den hohen Tönen hatten, dass es sich dabei um eine nicht ganz ernstzunehmende Humoreske handelt, die mit viel Applaus bedacht wurde, zumal dieses Werk besonders gut zu der ausgelassenen und fröhlichen Stimmung dieses Chorfestes passte.
Den stimmgewaltigen Abschluss des musikalischen Teils bildete die Komposition von K. Lissmann (Aus der Traube in die Tonne), die von 59 Sängern aus beiden Chören gemeinsam vorgetragen wurde, und das Frankenlied, bei dem auch die Zuhörer kräftig mitsingen durften. red