Maßbach — Einen Solarpark will das Energieunternehmen EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) in der Flurabteilung "Ziegelloh" errichten. Hier war bereits eine Fotovoltaik-Anlage geplant. Die Stromleistung wurde allerdings auf zehn Megawatt begrenzt und die Fläche entsprechend von 52 auf 22 ha reduziert, wie EnBW-Projektleiter Tim Morath in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates erläuterte. "Wir wollen Flächen dafür akquirieren, die Anlage bauen und betreiben und den Bürgern die Möglichkeit zur Beteiligung geben" warb Morath, "wir wollen eine enge Partnerschaft mit Kommunen und Bürgern".
Marktgemeinderat Achim Bieber (Bürgerblock Poppenlauer) brachte allerdings das Stichwort "Ausschreibungsverfahren" in die Diskussion. Bis vor kurzem flossen für alle Solaranlagen garantierte Mittel aus der EEG-Förderung (Eneuerbare-Energien-Gesetz). Jetzt müssen sich Interessenten an einer Ausschreibung beteiligen, um in den Genuss von EEG-Mitteln zu kommen. Diese Anlagen dürfen maximal eine Stromleistung von 10 MW produzieren. "Was macht Sie so sicher, dass sie bei der Ausschreibung wirklich zum Zug kommen?", wollte Bürgermeister Matthias Klement (CSU) wissen. "Ohne die EEG-Förderung geht natürlich nichts, das käme zu teuer", räumte Tim Morath ein. Doch er ist optimistisch und gab auch gleich einen Zeitplan bekannt: Die Detailplanung soll bis Februar 2016 laufen, im April 2016 hofft die EnBW auf Erfolg bei der Ausschreibung, im Juni nächsten Jahres soll mit dem Bau begonnen werden, und die Inbetriebnahme soll schließlich zum Jahresende erfolgen. mdb