Die Corona-Pandemie hat enorme Auswirkungen auf alle Bereiche der Gesellschaft und nicht zuletzt im Bereich der Schulen die Rahmenbedingungen fürs Lernen nachhaltig geprägt. Darauf hat der Landkreis Kronach nach eigener Mitteilung mit einer Investition von 343 700 Euro in mobile Endgeräte reagiert.

In der Phase der Schulschließungen haben digitale Medien und Werkzeuge einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, ein differenziertes Lernangebot für das Lernen zu Hause und die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern aufrechtzuerhalten. Grundvoraussetzung für die Teilhabe ist aber natürlich eine geeignete technische Infrastruktur für die Schüler. Aus diesem Grund hat sich der Landkreis Kronach als Sachaufwandsträger für seine Schulen bereits frühzeitig auf den Weg gemacht, um mobile Endgeräte zu beschaffen, die an Schüler ausgeliehen werden können, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Bereits im Juli und August hat der Landkreis für insgesamt 166 000 Euro mobile Endgeräte gekauft. Im Herbst erfolgte schließlich die Auftragsvergabe für weitere Geräte im Wert von 104 000 Euro. Gefördert wird diese Maßnahme durch das "Sonderbudget Leihgeräte" im Rahmen des im vergangenen Jahr von Bund und Ländern gestarteten Digitalpakts Schule.

Im Rahmen des Digitalpakts hat der Landkreis darüber hinaus bereits im Frühsommer und damit noch vor Inkrafttreten des Förderprogramms "Sonderbudget Leihgeräte" weitere Endgeräte im Wert von 73 700 Euro für die beiden Gymnasien angeschafft. Alleine daraus ergibt sich für die Anschaffung von Endgeräten eine Gesamt-Investitionssumme von 343 700 Euro.

"Mit der Anschaffung dieser Geräte haben wir im Bereich der Bildung nicht nur zeitnah die richtigen Schlüsse aus dem ersten Lockdown gezogen, sondern wir haben darüber hinaus generell einen wichtigen Schritt im Bereich des digitalen Fortschritts unternommen, der in Zukunft in vielen Lebensbereichen weiter an Bedeutung gewinnen wird", betont Landrat Klaus Löffler.

Darüber hinaus sind bereits seit dem Schuljahr 2018/2019 weitere Investitionen in die Schuldigitalisierung im Rahmen des Förderprogramms "Digitalbudet für das digitale Klassenzimmer" in Höhe von 363 000 Euro erfolgt. Speziell für die Integrierten Fachunterrichtsräume der Berufsschule wurden zusätzliche Investitionen in Höhe von 169 000 Euro getätigt. Auch diese Investitionen wurden vom Freistaat Bayern mit insgesamt 443 000 Euro gefördert.

Bessere Raumluft

Neben diesen Investitionen im Bereich der Digitalisierung plant der Landkreis die Anschaffung von rund 160 mobilen CO2 -Sensoren und 18 mobilen Luftreinigungsgeräten. Während mit den mobilen CO2 -Sensoren die Raumluftqualität gemessen wird und beim Unterschreiten von Richtwerten beispielsweise durch Lüften schnell entgegengesteuert werden kann, dienen die Luftreinigungsgeräte zum Einsatz in Räumen, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen gelüftet werden können. Die Auftragsvergabe für die CO2 -Sensoren erfolgt noch in diesen Tagen. Für die mobilen Luftreinigungsgeräte wurde ein Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken gestellt.

An der Notwendigkeit dieser Investitionen lässt Landrat Klaus Löffler gerade im Hinblick auf die Corona-Pandemie keinen Zweifel aufkommen: "Wenn der Unterricht wieder beginnt, ist hohes Maß an Luftqualität in den Schulräumen ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus. Mit der bevorstehenden Investition wollen wir unseren Teil dazu beitragen und die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler erhöhen."