Das Staatliche Bauamt Bamberg will die Brücken, die Auf- und Abfahrrampen und die Fahrbahn im Bereich der "Gaudlitz-Abfahrt" sanieren - "ein halber Neubau", kommentiert Günter Wolf. Der frühere Professor für Straßen- und Verkehrswesen an der Hochschule Coburg fragt sich jedoch, ob da nicht etwas vergessen wurde: Wenn man an dieser Stelle schon baut, sollte die Einfahrt auf die B4 in nördlicher Richtung endlich einen Beschleunigungsstreifen erhalten, schreibt er ans Tageblatt. Denn die Einmündung war lange ein Unfallschwerpunkt, bis durch eine Sichtschutzwand die Autofahrer mehr oder weniger gezwungen wurden, sich ans Stoppschild zu halten.

Diese Einmündung hatten die Verantwortlichen des Staatlichen Bauamts sehr wohl im Blick, wie dessen Sprecherin Sabrina Hörl mitteilt: "Der südöstliche Widerlager-Flügel (also die Abfahrt von der B4) wird durch ,Hinausdrehen‘ geändert und der Fahrbahndamm so verbreitert, dass sich zunächst ein kurzer Einfädelfahrstreifen von circa 25 m Länge ergibt." Dabei wollen sich die Straßenbauer zunutze machen, dass Behelfsauffahrten angelegt werden sollen. Eine weitere Verlängerung des Einfädelstreifens sei jedoch aufwendig, erklärt Hörl. Das Staatliche Bauamt stimme derzeit mögliche Lösungsansätze mit den Fachbehörden ab.

Die Arbeiten im Bereich der Gaudlitz-Abfahrt an der B4 sollen am 15. März beginnen. Was dann genau passiert, will das Staatliche Bauamt nächste Woche mitteilen.