Der SV Leerstetten aus dem Landkreis Roth hat die Hallenbezirksmeisterschaft der Frauen gewonnen und vertritt Mittelfranken am 12. Februar bei der bayerischen Meisterschaft in Amberg (Oberpfalz). Der Absteiger in die Landesliga-Süd behielt sowohl im Halbfinale gegen den Nord-Landesligisten SpVgg Erlangen als auch im Endspiel gegen den Zweitligisten SV Weinberg (Landkreis Ansbach) erst im Siebenmeter-Schießen die Oberhand. Titelverteidiger und Gastgeber FC Pegnitz (Bayernliga) schied in der Christian-Sammet-Halle überraschend bereits in der Vorrunde aus.


"Spieli" gewinnt alle Spiele

Die SpVgg Erlangen begnügte sich in Gruppe B mit zwei knappen 2:1-Siegen gegen Pegnitz (beide Treffer von Nina Felgendreher) und den oberpfälzischen Vertreter SV Sulzkirchen (Tore: Laura Wildner und Lisa Rosenecker). Dazu feierte der Aufsteiger einen 2:0-Erfolg gegen Weinberg (Tore: Felgendreher und Rosenecker) und zog als Gruppenerster in die Vorschlussrunde ein. Weinberg folgte nach dem einzigen torlosen Remis des Turniers gegen Sulzkirchen und einem Sieg gegen die Gastgeberinnen mit lediglich vier Punkten.
In Gruppe A setzten sich die höchstklassigen Mannschaften durch. Der 1. FC Nürnberg (Regionalliga) ließ den späteren Sieger (1:1), den TSV Brand (3:1) und die Sportfreunde Großgründlach (2:0) hinter sich. Bezirksoberligist Brand, der am selben Wochenende ebenso wie die SpVgg Erlangen beim eigenen Galla-Cup (siehe Artikel oben) im Einsatz war, musste sich mit vier Punkten und Gruppenplatz 3 zufriedengeben. Der Achtungserfolg gegen Leerstetten, als Manuela Mörlein zum 1:1-Endstand traf, reichte neben dem 2:0-Pflichtsieg gegen Großgründlach (Tore: Stephanie Barabas und Mörlein) nicht. Die Sportfreunde aus der Kreisklasse 1 ER/PEG boten den "Großen" Paroli, blieben aber ohne Zähler und Tore.
Nachdem die "Spieli" verlustpunktfrei durch die Vorrunde spaziert war, ging sie auch im Semifinale gegen Leerstetten durch Johanna Grzywotz in Führung. Allerdings glich der SV aus, so dass es ins Siebenmeter-Schießen ging. Dort trafen alle Schützinnen außer der Erlangerin Teresa Müller. Auch das Parallelspiel wurde im Duell vom Punkt entschieden, da es zwischen Nürnberg und Weinberg nach sieben Minuten ebenfalls 1:1 gestanden hatte. Die Gruppenpartien sowie Spiel um Platz 3 und Finale gingen zwei Mal sieben Minuten. Da zwei "Clubberinnen" scheiterten, zog Weinberg ins Endspiel ein.
Die beiden Gruppenzweiten lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Zunächst traf Leerstetten den Pfosten, in der Schlussphase war Weinberg am Drücker. Auch das Siebenmeter-Schießen begann mit einem Pfostenkracher, diesmal von einer Weinbergerin. Mit dem Fehlschuss einer weiteren Zweitliga-Akteurin stand der Sieger der Frauen-Bezirksmeisterschaft 2017 fest.


Erlangen holt sich Platz 3

Die Teams aus dem Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund gingen aber nicht ganz leer aus: Die SF verloren das Spiel um Platz 7 gegen Sulzkirchen mit 1:3, erzielten aber immerhin ihren ersten Turniertreffer. Die Brandbacherinnen unterlagen dem letztjährigen Teilnehmer an der "Bayerischen", dem FC Pegnitz, mit 0:3. Doch die Erlangerinnen hatten im zweiten Anlauf vom Siebenmeter-Punkt mehr Glück. In der Begegnung um den dritten Rang bezwangen sie den FCN - nach regulärer Spielzeit stand es unentschieden - mit 3:1. red/rup