Sie setzen sich mit ihrer Blutspende aktiv für andere ein, nehmen sich Zeit und übernehmen Verantwortung in der Gesellschaft. Der Dank an die "Helden unserer Zeit" ist dem BRK-Kreisverband Kronach denn auch ein echtes Herzensanlagen, meinte die stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Heidi Beyerle im Gasthaus "Zum guten Mann" in Neuses bei der Ehrung der Blutspender, die 25, 50, 75, 100, 125, 150 und sogar - wie Georg Ziegler aus Seelach - nahezu unglaubliche 175 Mal Blut für Erkrankte oder Unfallopfer zur Verfügung gestellt hatten.

Selbst das perfekteste medizinische Versorgungssystem sei bei schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Krankheiten ohne Blut nicht funktionsfähig, so Beyerle. Trotz intensiver Forschung könnten keine funktionsfähigen Blutzellen künstlich entwickelt werden. Alle, die sich anzapfen ließen, dürften sie sich sicher sein, mit ihrer Spende Menschen in Not zu helfen. Dabei gehe kein Tropfen verloren oder werde einfach weggeschüttet. Das gespendete Blut helfe auf verschiedene Weise kranken und verletzten Menschen.

Im Landkreis Kronach erfolgten 2018 rund 4600 Blutspenden für das BRK. Da in Bayern täglich circa 2000 Blutkonserven benötigt würden, übernehme man damit die Versorgung für zwei Tage. Im vergangenen Jahr konnte man 212 Erstspender verzeichnen. Dies sei zu wenig, da gleichzeitig viele Spender immer älter würden und ausschieden. An alle Geehrten appellierte sie daher, gerade auch junge Leute auf die Bedeutung des Blutspendens hinzuweisen.

Bei Befragungen äußerten sich 94 Prozent der Menschen in Bayern, dass Blutspenden wichtig sei. Sich selbst anzapfen ließen sich aber nur 7 Prozent und damit rund 250 000 Menschen. Prozentual ist die Anzahl der Spender in Bayern doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Heike Schülein