Herzogenaurach — Vor Kurzem öffnete die Hauptstelle der Interdisziplinären Beratungs- und Frühförderstelle (IFS) der Lebenshilfe Herzogenaurach in der Einsteinstraße ihre Türen für die Öffentlichkeit. Ein Jahr ist es jetzt her, dass die Einweihung des Gebäudes gefeiert wurde.
Mittlerweile hat sich das Team gut eingelebt, alle fühlen sich sehr wohl und wissen die gut ausgestatteten Arbeitsplätze sehr zu schätzen. Auch die Kinder und ihre Eltern wissen die zentrale Lage, die durchdachte und farblich gut abgestimmte Einrichtung und die gut ausgestatteten Therapieräume sehr zu schätzen. Im Oktober ist auch der neue Spielplatz fertig geworden, was insbesondere von den Kindern sehnsüchtig erwartet und jetzt mit vollem Elan genutzt wird.

Alles in einer Hand

Derzeit nehmen wöchentlich rund 270 Familien die Frühförderleistungen in Anspruch. Unter dem Motto "Alles in einer Hand" bietet die IFS die Möglichkeit, für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen vom Säuglingsalter bis zur Einschulung heilpädagogische, psychologische und medizinisch-therapeutische Leistungen (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie) kostenfrei in Anspruch zu nehmen.
Die Aufgaben der Mitarbeiter sind, auf einer professionellen Basis den Entwicklungsstand der Kinder einzuschätzen, die Eltern entsprechend zu beraten und zu unterstützen sowie angepasst an den Bedarf der jeweiligen Kinder diese in spielerischer Form zu fördern. Des Weiteren werden die Eltern im Hinblick auf weitere Angebote im Landkreis beraten, die sie unabhängig von der Frühförderung nutzen können. Die Eltern entscheiden dann, welches Angebot sie annehmen möchten.
Über eine Außenstelle am Vogelseck in Höchstadt werden die Kinder und Familien im nördlichen Teil des Landkreises versorgt. Der Inklusionsgedanke ist Grundlage der Arbeit der Lebenshilfe. Diesbezüglich beraten die Mitarbeiter die Familien und die Kindertagesstätten und bieten im Rahmen der Einzelintegration den diesbezüglichen Fachdienst an. Zusätzlich bieten zwei Mitarbeiterinnen die Baby- und Schreikindsprechstunde an. Mit durchschnittlich drei bis fünf Terminen kann hier Eltern niederschwellig und unbürokratisch geholfen werden.
Christina Simmerer