Das Pfarrerehepaar Karola und Oliver Schürrle stand am Samstagvormittag nicht zufällig am Fehnturm, eigentlich wollten und sollten die Beiden eine verlorene Wette einlösen. Ein Nieselregen aber verhinderte das.
"Schade, wir hätten es gerne gemacht und haben eigentlich alles im Auto", erklärte die Pfarrerin. Aber man könne es niemanden zumuten, etwa drei Stunden im Regen zu stehen, zumal auch vorbeikommende Passanten bei der "Lebendigen Krippe" mitwirken sollten.
Die Wettfrage lautete: Wer kann mehr Geld an Spenden für die Renovierung des Martin-Luther-Hauses auftreiben? Da die Jugend offenbar gewonnen hatte, sollte das Pfarrerehepaar eine Lebendige Krippe darstellen und dazu noch weitere Leute gewinnen, die in eine der Rollen schlüpfen sollten. Denn neben Maria und Josef sowie dem Jesuskind hätte es auch Hirten und Kaspar, Melchior sowie Balthasar und Schafe geben müssen. Dabei sollten weitere Spenden für die Renovierung des Martin-Luther-Hauses gesammelt werden.
Schließlich wurden die nahezu abgeschlossenen Renovierungsarbeiten nicht gerade billig und der Eigenanteil der Kirchengemeinde beträgt immerhin noch rund 150 000 Euro. Um die angestrebten 50 000 Euro an Spenden zu erreichen, laden die Evangelische Jugend und auch die Kirchengemeinde immer wieder zu Veranstaltungen ein, deren Reinerlös zur Renovierung verwendet wird.