Die Bayerischen Bonsaitage finden am kommenden Wochenende, 27./28. Mai, in Sonnefeld statt. Bonsais - lebende Kunstwerke - werden von ihren Anhängern gehegt und gepflegt. Dieses faszinierende Hobby ist nicht, wie allgemein angenommen, am meisten in asiatischen Ländern verbreitet. Bonsais, was ins Deutsche übersetzt so viel wie "Baum in der Schale" bedeutet, werden inzwischen auf der ganzen Welt gezüchtet. Seit der Weltausstellung 1878 in Paris, wo Bonsais der westlichen Welt vorgestellt wurden, verbreitet sich die Bonsai-Kunst auch bei uns in Europa. In Deutschland gibt es mittlerweile zahllose Vereinigungen und Vereine, die sich damit beschäftigen. So umfasst der Bonsaiclub Deutschland über 2000 Mitglieder, die in Arbeitskreisen über die ganze Bundesrepublik verteilt sind.
In Deutschland werden Bon-sais hauptsächlich aus einheimischen Baumarten wie Buchen, Eichen, Ahorn, Kiefern und Lärchen gestaltet. Die Gestaltung muss vom Wurzelansatz über den möglichst kräftigen Stamm bis hin zur feinen Verzweigung der Äste in harmonischem Einklang stehen, wobei auch die Schale in die Gesamtbetrachtung mit einbezogen wird.


Verein 1992 gegründet

Bereits im Jahr 1992 fanden sich im Landkreis Lichtenfels einige Bonsai-Liebhaber zusammen und gründeten den Verein "Bonsaifreunde Altenkunstadt und Umgebung". Die mittlerweile 25 Mitglieder feiern jetzt ihr 25-jähriges Vereinsbestehen. Anlässlich dieses Jubiläums ist die Ausstellung am Samstag (27. Mai) und Sonntag (28. Mai) jeweils von 10 bis 17 Uhr für jedermann geöffnet. Etwa 50 Aussteller aus Bayern und Südthüringen präsentieren rund 70 Bonsais. In der angrenzenden Verkaufshalle bieten 15 Bonsaihändler alles, was man für diese Kunst benötigt, zum Verkauf an. Des Weiteren finden in einem separaten Raum Demos von Bonsaiprofis statt, die vor Publikum Rohmaterial zu Bonsais gestalten. red