Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes ehrte in Würzburg seine treuesten Blutspender aus Unterfranken. Insgesamt sind es 645 Menschen, die, so scheint es, in ihrem Leben beinahe nichts anderes machen, als Blut zu spenden. Denn einzeln haben sie 75, 100, 125, 150 oder sogar 175 Mal ihr Blut für andere Menschen gegeben. Gemeinsam kommen Sie auf 64 200 Blutspenden. Sie gehören zu den Kreisverbänden Aschaffenburg (82), Bad Kissingen (61), Haßberge (75), Kitzingen (45), Main-Spessart (87), Miltenberg-Obernburg (60), Rhön-Grabfeld (67), Schweinfurt (108) und Würzburg (60).
Franz Bedenk aus Lindach gehört zu den treuesten Blutspendern im Kreisverband Schweinfurt. Insgesamt 125 gute Taten stehen für ihn bislang zu Buche. Stolz erzählt er, wie seine Blutspenderkarriere vor vielen Jahren ins Rollen kam: "Es war knapp zwei Wochen nach meiner ersten Spende bei der Bundeswehr - um 5 Uhr morgens wurde ich in der Kaserne angerufen", erzählt Bedenk, "da für einen Notfall in der Uni-Klinik Schweinfurt ein Null-Negativ-Spender gesucht war." Das Hochgefühl, das er damals wieder mit in die Kaserne nahm, erlebe er bei jeder Blutspende. Doch der Grund zu spenden ist für Bedenk ein anderer: "Mir geht es gut, ich bin fit. Aber vielen Menschen in Bayern geht es nicht so. Ihnen will ich einfach nur helfen."
Für diese gesellschaftlichen Vorbilder veranstaltete der Blutspendedienst (BSD) des BRK einen unterhaltsamen Ehrungsabend als Dankeschön. "Ihr Einsatz macht uns stolz, und er trägt dazu bei, dass mit rund 250 000 Aktiven die Blutspende die größte Bürgerinitiative in Bayern ist. Vor allem aber retten Sie seit vielen Jahren und Jahrzehnten das Leben anderer Menschen", betonte BSD-Geschäftsführer Georg Götz. red