von unserer Mitarbeiterin Ute Wild

Hagenbach — Vielen Bewohnern und Besuchern der Fränkischen Schweiz fällt auf, dass sich unsere gewohnte Landschaft verändert. Grund dafür ist das Verschwinden alter, mit knorrigen, verwachsenen Obstbäumen ausgestatteten Streuobstwiesen.
Diese Baumveteranen werden durch eingezäunte Plantagen mit ordentlich in Reihen stehenden pflegeleichten Niederstamm-Obstbäumen ersetzt. Jeder wird einsehen, dass es nötig ist, den für die Region sehr wichtigen Wirtschaftszweig der Obsterzeugung rentabel zu erhalten.


Aktiver Naturshutz

Aber schade ist es doch um manche Idylle! Deshalb hat die Kreisgruppe Forchheim des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) in ihrer Funktion als Naturschutzorganisation von Spendengeldern eine alte Streuobstwiese in Hagenbach gekauft, um sie in der traditionellen Form zu erhalten und zu pflegen.
In diesem Herbst wurden zwischen die alten Bäume neue gepflanzt, damit nicht in zehn Jahren der gesamte Bestand zusammenbricht und nur noch "Wiese" ist. Dies konnte am vorletzten Wochenende, bei wunderbarem Herbstwetter, ausgeführt werden.


Alte Sorten

Natürlich wurden an dieser Stelle alte Obstbaumsorten gepflanzt: Wer kennt denn noch Apfelsorten wie den "Geflammten Kardinal", den "Roten Eiser apfel" oder Birnen namens "Mollebusch" und "Gräfin von Paris"? Auf der Streuobstwiese wachsen sie wieder heran.