Die meisten gebäudebrütenden Vögel, die den Sommer in Bayern verbracht haben, sind schon wieder in Richtung ihrer Überwinterungsgebiete aufgebrochen. Zurück bleiben ihre Brutplätze, die sie aber im nächsten Frühjahr wieder aufsuchen, um Jahr für Jahr dort zu brüten und ihre Jungen großzuziehen. In der neuen Gebäudebrüterdatenbank des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) sollen Brutplatzmeldungen gesammelt werden, um herauszufinden, wo es in Stadt und Landkreis Gebäudebrüter gibt. Die Mithilfe der Bürger ist dabei gefragt: Bei wem am Haus dieses Jahr Mauersegler, Spatzen oder Schwalben gebrütet haben, kann diese Brutplätze gerne dem LBV unter www.botschafter-spatz.de/gebaeudebrueter melden.

Spatzen, Schwalben und Mauersegler sind wohlbekannte Mitbewohner in bayerischen Städten und Dörfern. Sie leben schon seit Jahrtausenden als Kulturfolger mit den Menschen zusammen und brüten ganz in unserer Nähe an vielen Gebäuden, heißt es in einer Pressemitteilung des LBV. Doch die Bestände dieser Vögel gehen stetig zurück.

Häuser als einzige Möglichkeit

"Ein Grund dafür ist der Mangel an Brutplätzen", erklärt Corinna Lieberth, LBV-Gebäudebrüterexpertin. Denn durch Umbauten, Sanierungen und den Abriss von Gebäuden verschwinden Brutplätze. Viele Gebäudebrüterarten sind in Bezug auf ihren Brutplatzort so stark spezialisiert, dass Häuser die einzige Möglichkeit darstellen, einen Brutplatz oder ein Quartier zu finden.

Sollten im Zusammenleben zwischen tierischen und menschlichen Mitbewohnern doch einmal Konflikte entstehen oder es steht eine Sanierung im Bereich von Gebäudebrüterquartieren an, so berät der LBV gerne dazu. Weitere Informationen zu Gebäudebrütern gibt es auf der Homepage www.botschafter-spatz.de. red