Die Gemeinde Lautertal wird ihren Sitzungssaal renovieren, der inzwischen nicht nur für Gemeinderatssitzungen, sondern auch für andere Veranstaltungen genutzt wird. Deswegen soll nicht nur die Optik etwas freundlicher gestaltet, sondern auch die Multifunktionalität erhöht werden. Dafür sind Kosten von rund 42 000 Euro inklusive Mehrwertsteuer geplant, wozu der Gemeinderat sein grundsätzliches Einverständnis erteilte. Wie Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) dem Gremium in der Sitzung am Donnerstag erläuterte, besteht der Saal in seiner jetzigen Ausstattung bereits 36 Jahre - seit der Errichtung des Gebäudes 1981.
Jonas Weber vom Architekturbüro Wagner & Eschenbacher stellte die Umbauplanung vor. Der alte Teppichboden wird durch Parkett ersetzt, Paneele, Wände und Decken werden abgeschliffen und hellere Farben aufgetragen. Optisch ansprechende Tische, die bei Bedarf flexibel aufgestellt werden können, und geeignete Stühle ersetzen den alten Bestand. Leitungen für die moderne Technik sollen in Kanälen unsichtbar verlegt werden. Im Zuge des Umbaus wird der Sitzungssaal eine neue Beleuchtungsanlage und ein Deckensegel zur Verbesserung der Akustik erhalten. Die Verwaltung erhielt den Auftrag durch den Gemeinderat, die Vorstellungen zügig umzusetzen.


Fest kann stattfinden

Ein Frühlingsfest mit Markt und verkaufsoffenem Sonntag wird die Interessengemeinschaft Gewerbetreibender in Lautertal veranstalten. In diesem Zusammenhang stimmte der Gemeinderat der beantragten Nutzung der Turnhalle sowie der Aula und des Pausenhofes an der "Mittelschule am Lauterberg" grundsätzlich zu. Bereits in einem Vorgespräch wurde die IGL darauf hingewiesen, dass ein Toilettenwagen organisiert werden muss. Auch eine Reinigung unmittelbar nach der Veranstaltung und das Aufbringen eines Schutzbodens in der Turnhalle gehören zu den Bedingungen für die Zustimmung.
Befürwortet wurde der Antrag des Wasserwirtschaftsamtes Kronach auf eine Erlaubnis zur Entnahme von Wasser aus der Lauter zur Itz. Damit soll die Tunnelröhre zum Goldbergsee gereinigt werden. Der Gemeinderat bestimmte, dass die Gemeinde bei allen geplanten Spülvorgängen zeitnah vorher zu benachrichtigen sei. Man gehe davon aus, dass diese Arbeiten ausschließlich nach Hochwasserereignissen notwendig werden. Die Zusage erfolgte unter der Maßgabe, dass ein dazu vorliegender Beschluss vom 31. Mai 2012 angepasst wird. Die Dauer der Entnahme wurde mit maximal acht Stunden festgelegt und mengenmäßig begrenzt.
Bezeichnungen erhielten die drei Erschließungsstraßen im Baugebiet "Gaisäcker". Die Ortsstraßen heißen "Gaisäcker", "Hofwiese" und "Hohe Leite".
Der Gemeinderat würdigte Bedenken und Anregungen zur geplanten ersten Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes. Es erfolgten die Billigung der Entwurfsplanung und der Beschluss zur erneuten Auslegung.
Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan (SPD) wies darauf hin, dass die Situation kompliziert werde, wenn die Straße nach Unterwohlsbach gesperrt ist, wenn gleichzeitig noch Bauarbeiten an der Gemeindeverbindungsstraße nach Dörfles-Esbach liefen. Es sei mit dem Landkreis bewusst so abgestimmt, dass während dieser Sperrung die umfangreicheren Arbeiten an der Linksabbiegerspur erfolgen sollen, antwortete der Bürgermeister Sebastian Straubel. ah