Mit dem 25-jährigen Ralf Lauterbach steht künftig ein junger Bäckermeister an der Spitze des Feuerwehrvereins Hegnabrunn. Er löst Bernd Stich ab, der sich nach zwölf Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl stellte und künftig nur noch als stellvertretender Kommandant Verantwortung übernimmt. In der Dienstversammlung wurde Friedrich Auge als Kommandant von den Aktiven der Wehr einmütig bestätigt. Landrat Klaus Peter Söllner (FW) zeichnete zusammen mit Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein und Dritter Bürgermeisterin Partricia Lerner (SPD-Offene Liste) Roland Langer für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Staatlichen Ehrenzeichen in Silber aus.
Bernd Stich blickte auf seine zwölfjährige Amtszeit als Vorsitzender zurück und nannte die Gründung einer Jugendfeuerwehr im Jahr 2005 die wichtigste Entscheidung, denn damit sei der Grundstock für den Fortbestand der Hegnabrunner Wehr gelegt worden. "Mit diesem Beschluss konnte mit Kathrin Lauterbach auch die erste Frau unserer Wehr begrüßt werden", erinnerte Stich.
Von der Wehr wurde laut Vorsitzendem die zusätzliche Handy-Alarmierung bei allen Ortswehren der Gemeinde angestoßen. Zur 150-Jahr-Feier habe die Gemeinde Neuenmarkt ein Notstromaggregat mit einem Beleuchtungssatz und einer Wärmebildkamera an die Wehr übergeben. Dank sagte er allen Aktiven: "Es hat immer funktioniert in unserer Wehr."
Kommandant Friedrich Auge verwies auf ein sehr arbeitsreiches Jahr, wobei die Installierung des Digitalfunks den Aktiven alles abverlangt habe. "Das hat uns sehr gestresst, hier blieb viel Arbeit an uns hängen." Die Wehr sei zu zehn Einsätzen gerufen worden. In der Senioreneinrichtung "Rosengarten" habe sogar einmal eine Mücke im Brandmelder einen Einsatz ausgelöst.


Ein tödlicher Unfall

Der wohl schwierigste Einsatz sei am 7. November gewesen, als die Wehr zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf der Staatsstraße zwischen Hegnabrunn und Schlömen gerufen wurde. Insgesamt wurden laut Kommandanten 1600 Arbeitsstunden geleistet, dabei allein 130 Stunden bei den Ernstfällen.
Atemschutzleiter Christian Hugel berichtete, dass die Hegnabrunner Wehr über zwölf Geräteträger verfügt und einen Einsatz bei einem Maschinenbrand zu bewältigen hatte.
Kathrin Lauterbach zeigte in ihrem Kassenbericht auf, dass der Feuerwehrverein nach wie vor über ein gesundes Finanzpolster verfügt.
Landrat Klaus Peter Söllner stellte fest, dass die Feuerwehr Hegnabrunn hervorragend aufgestellt sei und eine ausgezeichnete und professionelle Arbeit leiste. Mit der Einrichtung der Leitstelle in Bayreuth und der Einführung des Digitalfunks habe der Rettungszweckverband zwei Riesenaufgaben bewältigt. Mit Blick auf die zahlreichen jungen Feuerwehrkräfte stellte Söllner fest: "Ihr seid eine Feuerwehr-Hochburg, verfügt über tüchtige junge Leute und damit geht ihr in eine gute Zukunft."
Dritte Bürgermeisterin Patricia Lerner stellte die ständige Rufbereitschaft der Wehren allgemein heraus, die vielfach als selbstverständlich angesehen werde. Bei den unterschiedlichen Szenarien sei der ehrenamtliche Job nicht immer einfach zu bewältigen.
Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein lobte die Arbeit von Kommandant Friedrich Auge, der eine hohe Motivation für die Aus- und Weiterbildung der Aktiven an den Tag lege.


Die Neuwahlen

Bei den Neuwahlen wurde Udo Buß zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Schriftführer ist Stefan Zanner und Kassenwartin Kathrin Lauterbach. Als Vertrauensleute der Hausbewohner fungieren Jörg Kofer und Christian Müller, Vertrauensleute der Aktiven sind Christian Hugel und Ralf Bodner. Die beiden Kassenprüfer heißen Manuel Sachs und Werner Wild. Rei.