Der bereits zum vierzehnten Mal durchgeführte Spendenlauf der Schlossberg-Grundschule Nüdlingen erbrachte in diesem Jahr die Summe von 1096 Euro, was einem stolzen Durchschnitt von über neun Euro pro Schüler entspricht.

Dieser Betrag kommt heuer wieder der Nüdlinger Initiative "Frederic-Hilfe für Peru" zugute. Zur Spendenübergabe kamen als deren Gründer Herr und Frau Wielgoss in die Schlossbergschule. Eingeladen waren auch jene Mädchen und Jungen, die in ihrer Klasse die größte Zahl an Runden von je 910 Metern Länge zurückgelegt und somit das meiste Geld "erlaufen" hatten. Dabei gab es in diesem Jahr einen neuen Grundschulrekord von 20 Runden, was einer Wegstrecke von 18,2 km entspricht. Dieses Ergebnis erzielte Lio Rossol aus der Klasse 3. Besonders bemerkenswert waren auch die 18 Runden der beiden Erstklässler Tommy Dietz und Lorenz Hein. Insgesamt konnte eine hohe Durchschnittsrundenzahl erzielt werden. Sehr viele Schülerinnen und Schüler liefen in diesem Jahr beispielsweise mehr als zwölf Runden. Alle diese Distanzen wurden in knapp zweienhalb Stunden Laufzeit erzielt.

Die Schüler informierten sich beim Ehepaar Wielgoss über den aktuellen Stand der Unterstützung in Peru. Besonders interessierte dabei die Situation der Schulen. Die Jungen und Mädchen waren dabei insbesondere erstaunt, dass dort Schulwege von bis zu drei Stunden zu Fuß bewältigt werden müssen, da im Urubambatal in Peru aufgrund des Straßenzustandes keine Busse fahren können. Interessant war auch, dass viele Schulen, was nicht zuletzt in Lockdownsituationen wichtig ist, über keinen Internetanschluss oder wenigstens einen Drucker pro Schule verfügen. Sie konnten so aus erster Hand erfahren, wofür das erlaufene Geld eingesetzt wird, denn Drucker und Internetzugang stehen neben Unterstützung für eine gesunde Ernährung weit oben auf der Prioritätenliste der Nüdlinger Initiative. Es wurde vereinbart, die Kontakte zu Schulen im Urubambatal zu intensivieren, beispielsweise durch Briefkontakte der Schüler untereinander. red