Mit dem Motto "Und ewig lockt Italien" hat der Gesangverein 1865 Lauenstein zum Frühjahrssingen ins Rathaus der Stadt Ludwigsstadt eingeladen. Im voll besetzten Rathaussaal konnte Chorleiter Frieder Apel, der auch gekonnt durch das Programm führte, Zweite Bürgermeisterin Eva Jahn und den Altbürgermeister Gert Bayerlein begrüßen.
Die Darbietungen umfassten musikalische Weisen vom 16. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. So eröffnete die Lauensteiner Flötenmusik, ebenfalls unter Leitung vom Frieder Apel, das "italienische Konzert" mit dem Stück "La bella pedrina" von Gasparo Zanetti, der als Violinpädagoge und Komponist Barocker Musik um das Jahr 1600 am Mailänder Hof wirkte. Anschließend brachte der Gesangverein die Lieder "An hellen Tagen" von Gastoldi, "Die Henn" von Baldassare Donati und "Tanzen und Springen" von Hans Leo Hassler zu Gehör.
Die Lauensteiner Flötenmusik erfreute die Zuhörer mit verschiedenen Tanzliedern von Cesare Negri, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ebenfalls am Mailänder Hof als Tanzmeister tätig war. Mit dem sich anschließenden Potpourri, ein Liederreigen mit bekannten Melodien wie "Capri Fischer", "Que sera", "Zwei kleine Italiener", "Marina" und "Bella Italia" entführte der Gesangverein, begleitet von einem Altsaxophon, einem Piano, einem Bass und einem Rhythmusinstrument, die Zuhörer in die Zeit des deutschen Wirtschaftswunder der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Den zweiten Teil des Konzerts eröffnete die Lauensteiner Flötenmusik mit dem "Rondo" von Tilman Susato. Mit den beiden italienischen Volksweisen "Bella bimba" und "Tiritomba" erfreute der Gesangverein anschließend die Zuhörer. Die Lauensteiner Flötenmusik verabschiedete sich von den Anwesenden mit zwei Menuetten. Es folgte das vom Gesangverein vorgetragene Lied "Capriccio" von Tschaikowsky, welches während eines Romaufenthaltes 1879/80 entstand.
Mit dem Lied "Wo die Mandelbäume blühen" von Otto Groll verabschiedete sich der Gesangverein Lauenstein von den Zuhörern, die noch zwei Zugaben forderten. Mit den Liedern "Vienna-Trieste" und "Abend ward" beendete der Gesangverein das diesjährige Frühjahrskonzert. red