Untersiemau — Der Breitbandausbau in der Gemeinde Untersiemau nimmt Gestalt an. Wie Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag im Rathaus mitteilte, habe das bayerische Finanzministerium der Kommune die neuen Richtlinien zur Breitbandförderung mitgeteilt. Auf Grund dessen erhalte die Gemeinde einen Fördersatz von 80 Prozent bei einem Höchstbetrag von 630 000 Euro.
Zur Deckung des Aufwandes wurde eine einmalige Zuwendung ("Startgeld-Netz") von 5000 Euro beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Coburg eingereicht. Der Zuwendungsbescheid sei bereits eingegangen und das "Startgeld-Netz" bewilligt.
Untersiemau befinde sich nun im Modul der Markterkundung. Mitte September sollen Gespräche mit den drei Providern im Gemeindegebiet. Eine Erweiterung des Auftrags zum Unterstützungsangebot "Einstieg Breitbandausbau" soll in einer der nächsten Sitzungen beraten werden, so Rosenbauer.
Nachdem der Gemeinderat im April beschloss, eine Heizzentrale für die Feuerwehr in Untersiemau mit Gasbetrieb zu bauen, wurde jetzt der Auftrag zur Durchführung der Arbeiten für 31 000 Euro vergeben.
Timo Sommerluksch als Standort-Leiter der "First Responder" berichtete über seine Arbeit. Er nannte 72 Einsätze im Rettungsbereich im ersten Halbjahr 2014. Wie er hervorhob, fehlen Helfer vor Ort. So konnten 27 Prozent der Alarmierungen nicht gefahren werden. Dienstzeit sei Montag bis Freitag, von 8 bis 16 Uhr. Zudem Freitag, ab 18 Uhr, rund um die Uhr bis Montagmorgen.
Es wäre nach seiner Meinung also wichtig, "Leute von hier für diese ehrenamtliche Einrichtung zur Unterstützung der Rettungsdienste zu finden". Das gesamte Gremium sprach den "Helfern vor Ort" für die freiwilligen Leistungen zum Wohle der Bürger großen Respekt aus.
Der geplanten Verordnung über den Fischschonbezirk "Itz Coburg III", die die Gemeinden Ahorn, Niederfüllbach, Untersiemau und Großheirath betreffe, stimmte das Gremium zu. Das Landratsamt Coburg beabsichtige in diesem Bereich der Itz die Verordnung zum Schutz der Fischarten Äsche, Barbe, Elritze, Mühlkoppe und Nase zu erlassen. Die Schutzstrecke beginnt an der südlichen Stadtgrenze Coburgs, endet an der Straßenbrücke zwischen Großheirath und Buchenrod und hat eine Länge von 10,7 Kilometern.
Die gemeindliche Immobilie "Hintere Steineller 14" befindet sich seit Januar 2013 in einer grundlegenden Sanierungsphase. Nachdem bereits Fenster und sanitäre Anlage auf den neuesten Stand gebracht worden sind, wurden nun die Gewerke zur energetischen Sanierung vergeben. Der Auftrag für Gerüstbauarbeiten wird gut 5200 Euro kosten. Für Dachdeckerarbeiten müssen knapp 22 000 Euro ausgegeben werden. Klempnerarbeiten kommen auf etwa 7000 Euro. Für Dämmarbeiten an der oberen Geschossdecke müssen 13 500 Euro eingeplant werden. Das meiste Geld verschlingt das Gewerk Wärmedämm-Verbundsystem, Putzer- und Malerarbeiten mit 56 600 Euro. ka