von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Wirth

Langensendelbach — Über den derzeitigen Bauverlauf und die weitere geplante Baumaßnahme für den Hochbehälter der Wasserversorgung in Langensendelbach berichtete das Ingenieurbüro Dürrschmidt aus Nürnberg den Langensendelbacher Gemeinderäten.
Demnach wurde der erste Bauabschnitt mit der Verlegung der Stromkabel sowie der Leitungs- und Steuerkabel zügig abgeschlossen.

Erfreuliche Entwicklung

Erfreulich sei, dass der bewilligte Kostenrahmen nicht nur eingehalten, sondern sogar unterschritten wurde. Zurückzuführen ist dies auch darauf, dass man bei der Verlegung der Rohre das Spülverfahren angewendet hat. Der zuständige Ingenieur legte den Räten nahe, den zweiten Bauabschnitt zeitnah mit dem Anschluss des Stromkabels an den Endpunkten durchzuführen, sodass ein vom Wasserstand abhängiger automatisierter Betrieb der Anlage möglich ist.
Durch dieses Prozessleitsystem könnte dann die Gesamtanlage mess-, steuer- und regeltechnisch betrieben werden. Alle Betriebspunkte werden dann von der Zentrale am Maschinenhaus überwacht und gesteuert. Die Ausschreibung der Maßnahme sollte jetzt erfolgen, um im Herbst den Bauabschnitt 2 zu beenden.
Die Erweiterung des Hochbehälters und die Sanierung des bestehenden Behälters könnte dann im kommenden Jahr erfolgen.

Enorme Kosten

Als Nächstes befassten sich die Räte mit der Anhebung der Hebesätze bei der Grundsteuer. "Niemand will leichtfertig an der Gebührenschraube drehen", Bürgermeister Oswald Siebenhaar (UWB).
Seit Jahren beträgt der Hebesatz bei der Grundsteuer A und B 300 v. H. Nachdem auch in den nächsten Jahren im Bereich der gemeindlichen Pflichtaufgaben wie Kindergarten, Schule, Feuerwehr, Wasserversorgung, Kanalsanierung, Internetausbau und Hochwasserschutz enorme Kosten auf die Gemeinde zukommen, schlägt die Langensendelbacher Verwaltung bei der Grundsteuer A und B eine Erhöhung auf 340 v. H. vor.
Sie würde damit auf dem Niveau des derzeitigen Landesdurchschnitts liegen. Diese Erhöhung beschert der Gemeindekasse laut der Verwaltung Mehreinnahmen in Höhe von rund 32 000 Euro jährlich.
Der Langensendelbacher Gemeinderat beschloss auch vor diesem Hintergrund, die Grundsteuer zum 1. Januar 2016 auf 340 v.H. anzuheben.