Mit "Miteinander für Großenseebach" (MFG) steht in der Seebachgrundgemeinde bei der Kommunalwahl am 15. März eine neue Gruppierung auf dem Wahlzettel. "Wir stellen das Thema Bürgerbeteiligung in den Mittelpunkt unseres Wahlkampfes", erklärte Bürgermeisterkandidat Jürgen Jäkel bei der Kandidatenvorstellung am vergangenen Freitag.

Themen, die MFG am Herzen liegen, seien eine neue Dorfmitte, ein Bürgerhaus, mehr Freizeit- und Betreuungsangebote für Senioren sowie für Kinder und Jugendliche, heißt es in einem Pressebericht der Gruppierung. "Seien wir ehrlich: Wenn wir 15 Millionen auf dem Konto hätten, dann wären wir uns schnell einig. Da wir die nicht haben, kommt es auf eine Dorfentwicklung an, die uns nicht auf Jahre handlungsunfähig macht", forderte Jäkel. Man könne nicht Neubau an Neubau reihen.

Wie man ein Dorf weiterentwickelt, beschrieb Gastredner Wolfgang Rückert, stellvertretender Bürgermeister aus Langenfeld (1000 Einwohner) im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: In 20 Jahren schafften die Langenfelder vieles von dem, was man sich in Großenseebach wünscht. Auf die Frage eines Zuhörers, ob bei der Realisierung der Projekte die übergeordnete Politik unterstützt hätte, antwortete Rückert: "Nein, wir haben das alles alleine gestemmt. Wenn man auf die wartet, wartet man lange". Die Akzeptanz der Bürgerschaft, vor allem der Ehrenamtlichen, und die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit in Gemeinde und Verwaltung seien entscheidend gewesen.

Die Vorsitzende der MFG, Carina Geist, sieht hier bestimmte Parallelen zu Großenseebach: "Wir haben so viele Experten hier im Dorf, Vereine und Firmen. Die verstehen ihren Job, diese können wir einbeziehen und mit ihnen verschiedene Möglichkeiten erarbeiten." Mehr Transparenz bei Entscheidungen verspräche auch mehr Akzeptanz bei den Bürgern, meinte Geist. red