Das Landratsamt hat Vorsorgemaßnahmen getroffen, um eine Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern. Für die Gemeindegebiete Grafengehaig, Guttenberg, Kupferberg, Ludwigschorgast, Marktleugast, Marktschorgast, Presseck, Rugendorf, Stadtsteinach und Wirsberg besteht ab heute eine umfassende Untersuchungspflicht für alle erlegten sowie verendet gefundenen Wildschweine auf ASP.

Hierzu hat das Landratsamt eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen (https://www.landkreis-kulmbach.de/landratsamt-kulmbach/veterinaeramt/afrikanische-schweinepest-asp/).

Nach einem ASP-Fall im sächsischen Landkreis Meißen ist das Seuchengeschehen bis auf 150 Kilometer an die bayerische Landesgrenze gerückt. Daher hat der Freistaat Bayern seine Präventionsmaßnahmen zum Schutz der Haus- und Wildschweinbestände angepasst.

"Auch, wenn bislang kein ASP-Fall in Bayern aufgetreten ist, nehmen wir die aktuelle Situation sehr ernst", betont Landrat Klaus Peter Söllner (FW). Er verweist darauf, dass es gemeinsames Ziel sein müsse, eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.

Die Kennzeichnung und Aufbewahrung erlegter Wildschweine sowie die etwaige Entsorgung sind durch die Allgemeinverfügung ebenfalls gereglt.

"Aus Sicht der Jägerschaft bedeuten die Verpflichtungen keinen allzu großen zusätzlichen Aufwand. Deswegen glaube ich, dass die Verantwortlichen in den betroffenen Revieren das Monitoring als gesellschaftliche Aufgabe gerne unterstützen", so Kreisjagdberater Clemens Ulbrich.

Ähnlich sieht das der Vorsitzende des Jagdschutz- und Jägervereins, Peter Müller. "Gerade die besondere Verpflichtung für eine intakte heimische Tierwelt frei von Tierseuchen und Krankheiten verpflichtet uns Jägerinnen und Jäger zu einer frühen und konsequenten Prävention", so Müller. red