von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Heßdorf — Die Gemeinde Heßdorf steht schon ganz im Zeichen der Jubiläumsfeierlichkeiten, mit denen Heßdorf selbst und einige Ortsteile in den nächsten Monaten ihre urkundliche Ersterwähnung vor 700 oder 950 Jahren begehen werden. Los geht es schon am heutigen Freitag mit der 700-Jahr-Feier in Klebheim. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bedankte sich Bürgermeister Horst Rehder (BB) bei den zahlreichen Organisatoren sowie Unterstützern und bat die Mitglieder des Gemeinderates, an den Veranstaltungen teilzunehmen.
Eingangs lobte der Bürgermeister die evangelische Studentengemeinde Erlangen und empfahl dem Gremium, einen Zuschussantrag zu befürworten. "Die Mitglieder der Studentengemeinde kümmerten sich von Beginn an zusammen mit unserer Flüchtlingshilfe um die Asylsuchenden in Heßdorf", erklärte Rehder. So sei die Unterstützung, speziell beim Sprachunterricht, sehr nachhaltig, die jungen Flüchtlinge mit ihrem hohen Bildungsstand könnten dabei auch wertvolle Kontakte für ihre Zukunft knüpfen.

Zuschuss zu den Fahrtkosten

Da Mitglieder der Studentengemeinde auch immer wieder nach Heßdorf kommen, soll ein finanzieller Zuschuss zumindest teilweise die anfallenden Sach- und Fahrtkosten abdecken. Der Bürgermeister schlug einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro vor, der dann auch ohne Diskussion genehmigt wurde.
Die Änderung des Heßdorfer Flächennutzungsplanes wurde vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt genehmigt, aber auch mit Auflagen verbunden. Im Gemeinderat war schon mehrmals von der CSU-Fraktion gefordert worden, den Flächennutzungsplan komplett zu überarbeiten. So wurde die Genehmigung mit der Auflage verbunden, dass die Fortschreibung des Landschaftsplanes bis spätestens 31. Dezember 2016 durchgeführt wird. Das Landratsamt hält diese Auflage für erforderlich, um den umweltschützenden Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege gerecht zu werden. So könne auch eine Genehmigung einer weiteren Änderung des Flächennutzungsplanes ohne Fortschreibung nicht mehr in Aussicht gestellt werden, ließ das Landratsamt die Gemeinde wissen.
Deshalb verlangte die Aufsichtsbehörde, dass die Auflage und die Maßgaben durch Beschluss des Gemeinderates bestätigt und die redaktionellen Änderungen in den Plan eingearbeitet werden.

Auch die VG ist gefragt

Zudem wies das Landratsamt darauf hin, dass die Notwendigkeit besteht, den gemeindlichen Flächennutzungsplan einschließlich des Landschaftsplanes grundsätzlich zu überarbeiten. Diese Notwendigkeit sieht auch die Verwaltung, erklärte dazu Verwaltungsleiter Martin Hofmann. Die Thematik bestehe auch auf der Ebene der Verwaltungsgemeinschaft, und seitens der Bürgermeister soll dazu eine diesbezügliche Abstimmung herbeigeführt werden.
Wie Bürgermeister Rehder erklärte, gab es auch zum geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses einen weiteren Schritt. So wurde das Ingenieur-Büro Schüßler mit der Erarbeitung einer förmlichen Bauvoranfrage beauftragt. Über diese Bauvoranfrage soll die nachbarliche Abstimmung erfolgen und im Weiteren die baurechtliche Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens geklärt werden.

Grünes Licht zu Bauanträgen

Zu drei Bauanträgen wurde ohne Diskussion das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Florian und Julika Fleischer wollen in Heßdorf ein Einfamilienhaus errichten und Gerald Götz plant nach dem Abriss eines vorhandenen Wohnhauses den Neubau eines Zweifamilienhauses. Und auch gegen die Errichtung eines Zweifamilienhauses in Hannberg, beantragt von Johann Baumüller, gab es keine Einwände. Die anfallenden Erschließungsaufwendungen hat in diesem Fall der Antragsteller zu tragen.