Die fortschreitende Digitalisierung im Landkreis Erlangen-Höchstadt beeinflusst nicht nur Gesellschaft und Arbeitswelt, sondern auch das Bildungssystem. Der Kreis will diese Entwicklung an den Schulen frühzeitig strategisch begleiten, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.
Landrat Alexander Tritthart (CSU) hat das Bildungsbüro des Landkreises beauftragt, landkreisweit Schulleiter sowie Lehrkräfte aller Schularten zum Stand der Digitalisierung an ihren Schulen zu befragen. Bildungskoordinator Sven Czekal hat dafür mit dem Institut für Praxisforschung und Evaluation an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg eigens einen Fragebogen entwickelt. Er erhebt systematische Daten wie Nutzungsverhalten und Zugriffsmöglichkeiten von Lehrern auf digitale Medien sowie eine Einschätzung zur eigenen Medienkompetenz. Auch Probleme beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht fragt die Studie ab.
Aus den Ergebnissen, die voraussichtlich im Herbst dem Schulausschuss vorgestellt werden, will Sven Czekal genaue Handlungsempfehlungen ableiten. "Zunächst analysieren wir die Ergebnisse der Befragung und diskutieren weitere Schritte. Darauf aufbauend kann ich mir vorstellen, konkrete Pilotprojekte, eingebettet in die Aktivitäten der Bildungsregion Erlangen-Höchstadt, zu entwickeln", sagt er.


Weitere Schritte geplant

"In Sachen Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien sind wir im Landkreis Erlangen-Höchstadt sicherlich in einer sehr starken Position. Doch wir möchten sehen, wo es stellenweise noch hapert. So können wir an entsprechenden Stellschrauben drehen, um die Digitalisierung an den Schulen zu optimieren", erklärt Tritthart. Rund neun Millionen Euro habe der Kreis seit den 2000er Jahren allein in die Schulausstattung investiert.
Der Landkreis will nun proaktiv werden, um den aktuellen Digitalisierungs-Status zu verbessern. Die geplante Befragung ist ein erster Schritt, weitere sollen folgen. red