Vor wenigen Tagen wurden durch die Veranstalter der "Special Olympics World Games" 2023 in Berlin die 170 Partnerkommunen benannt. Die "Special Olympics" gelten neben den Paralympics als bedeutendstes globales Sportereignis für Menschen mit Behinderung. Kommunen in ganz Deutschland konnten sich darum bewerben, eine nationale Delegation im Vorfeld zu betreuen.

Der Landkreis Kulmbach wurde nun - trotz einer "sehr engagierten Bewerbung", wie es im Informationsschreiben heißt - leider nicht berücksichtigt. Die SPD-Kreistagsfraktion, die die Bewerbung als Antrag im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hatte, nimmt dazu nun Stellung.

Fraktionsvorsitzender Simon Moritz erklärt, dass die Fraktion die Entscheidung bedauere. Insgesamt überwiege aber die Überzeugung, allein mit dem Bewerbungsprozess schon einen wichtigen Beitrag zur Inklusion im Landkreis geleistet zu haben: Während der mehrmonatigen Vorbereitung der Bewerbung seien verschiedene Akteure und Organisationen aus dem Landkreis vernetzt, viele Ideen gesammelt und auch schon konkrete Inklusions-Projekte besprochen worden - die man unabhängig von der Bewerbung als Partnerlandkreis werde realisieren können.

Kreisrätin Theresa Weith betont, dass die Nachhaltigkeit des Antrags sich auch darin zeige, dass der Landkreis künftig automatisch bei regionalen Themen und Projekten in Bayern mitbedacht werde. Konkret gehe es um Übungsleiterfortbildungen speziell für den Umgang mit Menschen mit Behinderung. Aber auch die Beseitigung baulicher und persönlicher Barrieren in Vereinen seien Ziele der Projekte. red