Kreis Kronach — Der Landkreis Kronach erhält aus dem Bundesprogramm "Land(auf)Schwung - innovativ für lebenswerte ländliche Räume" eine Fördersumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro.
Auf Drängen von MdB Hans Michelbach (CSU) war seinerzeit in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden, innerhalb der Bundesregierung einen Schwerpunkt für "ländliche Räume, Demografie und Daseinsvorsorge" zu setzen. Hierbei sollten sodann hauptsächlich ländliche, strukturschwächere Regionen eine Unterstützung erfahren.

Innovative Ansätze erproben

Das neue Bundesprogramm "Ländliche Entwicklung" dient der Förderung und Erprobung innovativer Ansätze. Ziel ist es, durch Unterstützung bedeutsamer Vorhaben oder Initiativen, deren Erkenntnisse bundesweit genutzt werden können, die ländlichen Regionen als attraktive Lebensräume langfristig zu erhalten.
"Das ist ein sehr guter Tag für den Landkreis Kronach. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, Modellregion zu werden und einen so großen Anteil an Fördergeldern zu erhalten. Ich darf hierzu den Verantwortlichen vor Ort herzlich gratulieren", so der Coburg/Kronacher Wahlkreisabgeordnete Hans Michelbach in einer Pressemitteilung.

Neue Formen des Wohnens

Das Modellvorhaben des Landkreises Kronach beschäftigt sich mit der "Sicherung der Daseinsvorsorge und Erhöhung der regionalen Lebensqualität durch neue Formen des Wohnens" sowie der "Befähigung regionaler Akteure zu Eigeninitiative und wirtschaftlichem Handel".
Die Etablierung "Neuer Wohnformen" soll in einer geeigneten Leitkommune erprobt und gegebenenfalls auf weitere Kommunen übertragen werden. Flexible und möblierte Wohnformen sollen helfen, den Bürgern Wohnraum anzubieten. Die dabei schließlich gewonnenen Erkenntnisse sollen in kommunale Leerstandskataster unter Ermöglichung eines aktivierenden Leerstandsmanagement einfließen. Im Zuge des Leerstandsmanagements sollen sowohl die Kommunen als auch die Eigentümer sowie die regionalen Unternehmen maßgeblich beteiligt werden.
Darüber hinaus soll eine zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur von "innen", das heißt aus dem Landkreis Kronach heraus sowie Stärkung der regionalen Entwicklungspartnerschaft zwischen Wirtschaft und Region beziehungsweise der Aufbau von Wertschöpfungsketten durch Generierung neuer Geschäftsfelder, neuer touristischer Unterkünfte sowie einer Entwicklungspartnerschaft von Wirtschaft und Region durch gemeinsame Maßnahmen entwickelt werden.
"Gerade der Landkreis Kronach sieht sich bekanntermaßen mit demografischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen konfrontiert. Es ist die zentrale Aufgabe der Politik, der Gefahr einer Abwärtsspirale aus Bevölkerungsrückgang, Alterung und abnehmenden Erwerbsmöglichkeiten nachhaltig entgegenzuwirken. Hier setzt der Bund jetzt zielgerichtet an", so Michelbach. red