Professor Wolfgang Wüst vom Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg spricht am Donnerstag, 16. März, beim Heimatverein Herzogenaurach über das Thema "Citronen, Pomeranzen, Spargel, Tabak: Exotik in Acker und Garten".
Im 17. und 18. Jahrhundert legten die Landesfürsten - auch in Franken - "Lust-, Obst- und Küchengärten" mit exotischen Pflanzen und Früchten an. Dabei ging es im Zeitalter von Barock und früher Aufklärung vor allem um die Frage, ob mediterrane Früchte auch nördlich der Alpen gedeihen und geerntet werden können und ob sie in "Teutschland so safftig wachsen ...wie in den welschen (südlichen/ Italien) Landen". Die Nürnberger Hesperidengärten im Stadtteil Johannis sind ein historisches Relikt aus jener Zeit, ebenso wie der Anbau von Tabak im Knoblauchsland oder von Spargel auf den fruchtbaren Böden Frankens.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der Brauereigaststätte Heller, der Eintritt ist frei. Gäste sind willkommen.